Notenwerte lernen: Tabelle, Tipps & Übungen

Notenwerte lernen Musik

 

Notenwerte lernen zählt zu den wichtigsten Grundlagen beim Musizieren. Egal, ob Du Schlagzeug, Klavier oder Cajon spielst.

 

Aus diesem Grund erfährst Du in diesem Beitrag, welche Notenwerte es gibt und wie sie aussehen.

 

Eine PDF Notenwerte Tabelle zum Ausdrucken hilft Dir beim Lernen. :-)

 

Zusätzlich erhältst Du hilfreiche Tipps & Übungen zum Thema. 

 

Bereit? Auf geht's! :-)

Kann jeder Notenwerte lernen? Gedanken zum Einstieg

Notenwerte lernen ist kein Hexenwerk. Absolut nicht! Denn erstens

 

  • sind sie logisch aufgebaut,
  • zweitens kannst Du sie üben
  • und drittens sind sie wie das Alphabet:

 

Verstehst Du sie einmal, verstehst Du sie immer.

 

Darüber hinaus kann jeder Notenwerte lernen respektive ein sicheres Rhythmusgefühl etablieren. Ja, das geht nicht über Nacht. Und ja, manchen Menschen fällt das leichter als anderen.

 

Aber hey, auch in der Musik hat jede*r sein oder ihr Päckchen zu tragen.

 

Das betone ich deshalb, weil das Lernen von Notenwerten (und Pausen) oft eine hohe mentale Hürde für Anfänger*innen darstellt. Im schlimmsten Fall verzichten sie auf das Musizieren, weil sie Berührungsängste gegenüber den geschriebenen Tönen haben.

 

Und das ist mehr als schade. Daher: Musik in Theorie und Praxis können wir alle. Auch Du!

Was gibt es für Notenwerte?

Was gibt es für Notenwerte? Eine gute Frage, die sich vielfach beantworten lässt:

 

1 Musik setzt sich einerseits aus binären Werten wie

 

  • Achtelnoten,
  • Sechzehntelnoten
  • und 32teln 

 

zusammen. Das sind die "geraden Notenwerte".

 

2 Im Gegensatz dazu bezeichnet ternär triolische oder "ungerade" Musik. "Rund" ist ebenfalls eine gute Bezeichnung für sie.

 

Hierzu zählen

 

  • Achteltriolen oder einfach Triolen
  • sowie Sextolen.

 

Vierteltriolen zählen für mich ebenfalls zu den ternären Notenwerten. Andere bringen sie hingegen bei den

 

3 N-Tolen oder X-Tolen unter.

Bei ihnen handelt es sich um äußerst spezielle Aufteilung eines Notenwerts. Teilst Du eine Viertelnote durch 5, erhältst Du zum Beispiel Quintolen. Eine Siebenteilung ergibt Septolen, wobei auch Dezimolen (10-er Teilung) möglich sind.

Bitte beachte:

N-Tolen beziehungsweise X-Tolen sind recht fortgeschrittener Übestoff. In der PDF Notenwerte Tabelle kommen sie daher nicht vor.

Notenwerte Tabelle: von der Ganzen Note zu Sextolen

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In dieser Tabelle siehst Du, wie viele Schläge eines bestimmten Notenwerts in einen 4/4 Takt passen. Sie enthält Basics wie die

 

 

Jedoch ist sie nicht vollständig. Werte wie beispielsweise

 

  • Quintolen,
  • Septolen oder
  • Vierteltriolen

 

sind nicht aufgeführt.

 

Es handelt sich also um eine Tabelle mit den wichtigsten Grundwerten in der Musik. Erweitere sie in jedem Fall, wenn Quintolen & Co. wichtig für Dich sind. Blanko Notenblätter im praktischen PDF-Format sind hierfür eine gute Wahl.

Tipps zum Üben mit der Notenwerte Tabelle

Notenwerte lernen gelingt am besten praxisnah. Das bedeutet: Sie zu lesen ist eine Sache. Sie zu verstehen, spielen oder singen zu können die andere.

 

Für den einfachen Einstieg empfehle ich Dir die Rhythmussprache beziehungsweise das Klatschen der Noten aus unserer PDF Tabelle.

 

Diese Übung bringt Dich in Schwung:

 

Tippe mit einem Deiner Füße einen angenehm langsamen 4/4 Puls. Pro getipptem Fuß sprichst Du wahlweise

 

  • 1, 2, 3, 4 oder
  • Bam Bam Bam Bam

 

mit. Das Tempo sollte ganz entspannt sein, damit Du die restlichen Notenwerte unverkrampft darüber sprechen beziehungsweise klatschen kannst. Jeder Fuß, jedes Bam und jede Zahl entspricht dabei einer Viertelnote im 4/4 Takt.

 

Auf unserer Notenwerte Tabelle erkennst Du, dass in eine Ganze Note vier Viertelnoten passen. Das bedeutet:

 

Du tippst viermal mit Deinem Fuß, wobei Du nur auf den ersten Tipper klatschst. Sprichst Du die Ganze Note, kannst Du das Bam auch lang ziehen.

 

Bei der Halben Note klatschtst oder sprichst Du jeweils während des ersten und dritten Tippers mit Deinem Fuß. Sie kommt in einem 4/4 Takt schließlich zweimal vor. Vergleiche das mit der Tabelle.

 

Wenn Viertelnoten, Ganze und Halbe klar sind, geht es ans Üben der kleineren Notenwerte. Achtelnoten, die Sechzehntelnote und Konsorten schauen wir uns jetzt an.

Notenwerte lernen: Achtel, Sechzehntel und Triolen

In eine Viertelnote passen zwei Achtelnoten oder vier Sechzehntelnoten. Entsprechend klatschst Du pro Fuß-Tipper zweimal oder viermal. Nutzt Du Rhythmussprache, würde ich spätestens bei den Sechzehnteln vom Bam Bam zum Da Da wechseln.

 

Der Puls mit Deinem Fuß läuft auch bei den Triolen weiter. Im Gegensatz zu den binären Achtelnoten sprichst oder klatschst Du jetzt drei gleich lange Schläge pro Viertelnote. In einem 4/4 Takt sind entsprechend 12 Triolen enthalten.

 

Achte besonders darauf, dass die Triole wirklich gleichmäßig klingt. Ansonsten kann es passieren, dass Du nicht ternär, sondern binär unterwegs bist.

Nicht unbedingt schnell: 32tel und Sextolen

Vermutlich ist Dir aufgefallen, dass ich eine Zeile in unserer Notenwerte PDF Tabelle übersprungen habe. Sie enthält die 32tel Noten.

 

Die letzte Zeile der Tabelle haben wir uns ebenfalls noch nicht angesehen. Sie ist mit Sextolen gefüllt.

 

Dieses Duo zählt definitiv zu den fortgeschritteneren Notenwerten aus diesem Beitrag.

 

  • Die 32tel ist die Verdoppelung der Sechzehntelnote. In eine Viertel passen also acht Stück davon hinein.
  • Was die Sechzehntel für die Achtelnote ist, sind Sextolen für die Triole. Anstelle von drei Achteltriolen sind jetzt die doppelt so schnellen Sextolen im Zeitraum einer Viertelnote spielbar.

 

Tippst Du wieder mit Deinem Fuß, ertönen jetzt also sehr viele Noten. Daher empfehle ich Dir, das Tempo unbedingt anzupassen. Übrigens:

 

Sextolen zähle ich

  • 1 2 3 4 5 6 oder
  • Ba Da Da Ba Da Da.

 

Für die 32tel bietet sich

 

  • Ba Da Da Da Ba Da Da Da oder die Zählweise
  • 1 a e a + a e a 2 a e a + a e a 3 a e a + a e a 4 a e a + a e a

an.

 

Hierbei handelt es sich wie immer lediglich um Empfehlungen meinerseits.

 

Funktioniert das gut, kannst Du die gelernten Notenwerte anschließend in einen anderen Kontext setzen. Beispielsweise auf Dein Musikinstrument.

Notenwerte Übungen für Schlagzeug & Cajon

Notenwerte Übungen Schlagzeug Cajon

 

Lesen und lernen ist wunderbar, doch erst die Anwendung in der Praxis bringt Dich so richtig nach vorne.

 

Daher sehen wir uns jetzt je eine Übung mit den gelernten Notenwerten am Schlagzeug und auf der Cajon an.

 

Schlagzeug:

 

Spiele den Inhalt unserer Notenwerte Tabelle mit Deinen Händen auf der Snare. Die Füße - Bassdrum und gerne auch Hi-Hat variierst Du dazu.

 

Vom Handsatz her empfehle ich, zunächst mit abwechselnden Schlägen zu beginnen. Wenn das gut funktioniert, kannst Du ihn anschließend anpassen. Möglich ist, den Paradiddle beziehungsweise andere Rudiments zu integrieren.

 

Auch kannst Du Dir eigene Stickings überlegen.

 

Spielst Du wie ich das klassische Cajon-Set-up, sieht es mit der Integration von Füßen eher mau aus. In diesem Fall kannst Du die Inhalte der Notenwerte Tabelle ideal mit Akzentverschiebungen üben.

 

Integriere gerne das Metronom in Deine Notenwerte Übungen. Das gibt Dir zusätzliche Spielsicherheit, wobei Dein Timing nachhaltig davon profitiert. Diese App für Android nutze ich seit Jahren dafür:

Hey Manu, war's das schon?

Wenn Du diesen Artikel bis hierhin gelesen hast, kennst Du jetzt essenzielle Basics in Sachen Notenwerte lernen. Großartig! :-) 

 

Jedoch ist Deine Reise damit noch nicht zu Ende. Sie hält vielmehr noch viele viele weitere spannende Herausforderungen für Dich bereit.

 

Setze das Wissen aus diesem Beitrag unbedingt den praktischen Kontext, um die Werte wirklich zu verstehen:

 

Spiele sie auf Deinem Musikinstrument, verändere sie und arbeite mit ihnen! Vergiss auch nicht, dass unsere PDF Tabelle nicht vollständig ist. 

 

N-Tolen, aber auch punktierte Noten, sind darin beispielsweise nicht enthalten. Letztere werden Dir als Musiker*in ebenfalls häufig begegnen. Bei ihnen handelt es sich grob gesagt um verlängerte Noten- oder Pausenwerte durch einen oder mehrere Punktierungen.

 

Apropos Pausen:

 

Sie werde ich Dir in einem eigenen Beitrag vorstellen. Möchtest Du ihn nicht verpassen, melde Dich am besten zu meinem kostenlosen Newsletter an.

 

Ansonsten geht es für Dich jetzt darum, regelmäßig mit den unterschiedlichen Notenwerten zu arbeiten. Nutze hierfür wie besprochen unsere Notenwerte Tabelle im PDF Format und gerne auch meine gratis Rhythmusübungen.

 

Du hast noch Fragen? Hau in die Tasten und schreib mir einen Kommentar! :-)

 

Ich freue mich immer, von Dir zu lesen.

 

Deine Manu ♪

Musiktheorie Bloggerin

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