Wie Du Dein Rhythmusgefühl mithilfe von Rhythmuskarten spielerisch verbessern kannst


Rhythmusgefühl mit Rhythmuskarten verbessern

 

Rhythmuskarten bewähren sich in meinem Musikunterricht als praktische Hilfsmittel für die Verbesserung des Rhythmusgefühls.

 

Dabei sind sie rasch erstellt und verleihen auch komplexeren Lerninhalten eine spielerische Note.

 

Als aufwärmende Rhythmusübung bieten sie sich ebenfalls hervorragend an – nicht nur für Schlagzeug und Cajon, sondern ebenso für andere Musikinstrumente wie das Klavier.

Bastelanleitung für Deine Rhythmuskarten

Schön ist, dass Du für diese Lernidee lediglich

 

  • ein Blatt Papier

  • eine Schere und

  • einen Stift

 

benötigst.

 

Alternativ dazu lassen sich die Rhythmuskarten auch aus buntem Tonpapier herstellen. Entscheidest Du Dich hierfür, kannst Du den einzelnen Notenwerten unterschiedliche Farben zuordnen:

 

  • Viertelnoten = Rot

  • Achtelnoten = Blau

  • Sechzehntelnoten = Grün

  • Achteltriolen = Gelb

 usw.

 

Legst Du Wert auf eine ansprechende Optik in Verbindung mit einer langen Kartenhaltbarkeit, lassen sich die farbigen Rhythmuskarten anschließend laminieren. Dies gelingt mithilfe von handelsüblichen Laminiergeräten.

 

Ob laminiert oder nicht spielt für den Lerneffekt selbstverständlich keine Rolle. Die Aufschrift macht´s – und zu dieser kommen wir jetzt.

Noten, Pausen und Taktarten aufschreiben

4/4 Takt Rhythmuskarten basteln
4/4 Takt

Was auf Deinen Kärtchen steht, entscheidest Du individuell. Ich schlage vor, Dich dabei an Deinen aktuellen Musikunterrichtsinhalten zu orientieren.

 

Schließlich ist es wenig sinnvoll, mit Sextolen oder Zweiunddreißigstelnoten zu hantieren, wenn Du diese noch nicht kennengelernt hast. Dies gilt ebenso für die ausgesuchten Taktarten.

 

Schreibe Deine Noten- und Pausenwerte sowie Deine Taktarten nun gut leserlich auf und schneide sie aus. Ist das geschafft, kannst Du Deine ersten Rhythmen legen.

 

So sehen ein paar meiner binären Beispiele aus:

Rhythmusgefühl 3/4 Takt
3/4 Takt

Aufgrund des herrlichen Wetters habe ich meinen Arbeitsplatz kurzerhand nach draußen verlegt. Vor allem für Musiker*innen mit „lauteren“ Musikinstrumenten nicht zu verachten: Übungen mit Rhythmuskarten lassen sich orts- und zeitunabhängig durchführen.

Rhythmus im 7/8 Takt
7/8 Takt

Würde ich Dir sämtliche Verwendungsmöglichkeiten der rhythmischen Kärtchen vorstellen, ich säße Morgen noch am Rechner. Da sich dies mit meinen Plänen für heute überschneidet, stelle ich Dir lieber meine Top 3 vor. :-)

 

Mit diesen kannst Du Dein Rhythmusgefühl nachhaltig verbessern.

 

Sei unabhängig von meinen Beispielen selbst kreativ und überlege Dir Übungen, die auf Deine musikalischen Ziele zugeschnitten sind.

5/4 Takt Rhythmuskarte
5/4 Takt

1. Rhythmen singen oder sprechen


Kannst Du einen Rhythmus nicht singen oder sprechen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du ihn richtig spielen kannst. Die Betonung liegt auf richtig. :-)

 

Übung:

  • Lege Dir einen Takt zurecht und sprich diesen.

 

Ich verwende hierfür gerne Laute wie „Ba“, „Bum“, „Bada“, „Bap“ etc.

 

Hast Du das noch nie gemacht, könnte Dich diese Übung zugegebenermaßen etwas Überwindung kosten.

 

(Ich kann mich noch erinnern, als ich meine ersten Rhythmen als Jugendliche gesprochen habe. Damals war es mir peinlich, doch ich bin froh, mich getraut zu haben. Wie oft mich mein damaliger Schlagzeuglehrer dazu motivieren musste, habe ich jedoch vergessen. ;-)

 

Suche Dir bei Berührungsängsten mit dieser Aufgabe am besten einen ruhigen Raum, in dem Du Dich ihr ungestört widmen kannst. Je öfter Du Dich an das Singen/Sprechen herantraust, umso einfacher wird es.

 

Irgendwann – ich spreche aus Erfahrung – magst Du nicht mehr darauf verzichten.

2. Rhythmen klatschen und stampfen


Natürlich, der Klassiker darf nicht fehlen:

 

  • Du legst Dir wieder einen Rhythmus Deiner Wahl zurecht. Als Nächstes brauchst Du einen Puls, den Du mit Deinem Fuß stampfst. Darauf klatschst Du Deinen Takt - et voilà, läuft.

 

Achtung: Slow doooown. Beginne nicht zu schnell (zu langsam beginnende Schüler*innen habe ich noch nie beobachten können), Du sollst das Tempo konstant beibehalten.

 

Funktioniert das erst so lala, teste am besten meine vorgestellte Sing- und Sprechübung aus. Gerne kannst Du Dein Metronom zusätzlich integrieren.

Rhythmuskarten basteln
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3. Rhythmen vorstellen


Übung Nummer drei bietet sich hervorragend an, wenn Du Dein Rhythmusgefühl etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern möchtest. Sie erinnert an das Blattlesen und ist ruhig:

 

  • Den von Dir gelegten Takt stellst Du Dir einfach vor.

 

Wie klingt er gesprochen/gesungen?

 

Wie würdest Du ihn auf Deinem Musikinstrument spielen?

 

 

Vom Schwierigkeitsgrad her ist diese visualisierende Übung sicherlich nicht ohne, doch die Mühe lohnt. So lassen sich mithilfe Deiner Vorstellungskraft ganze Lieder lernen, bevor Du sie auf Drums, Cajon und Co. überträgst.

 

Tipp für Google: Mentales üben Musik

Dein Rhythmusgefühl verbessern – eine gute Idee

Ich glaube nicht daran, dass ein gutes Rhythmusgefühl angeboren ist. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass jeder von uns dieses positiv beeinflussen kann.

 

Die richtigen Werkzeuge, Geduld und natürlich Disziplin beim Üben vorausgesetzt.

 

Meine in diesem Beitrag vorgestellten Rhythmuskarten sollen Dich dabei unterstützen, Dein Rhythmusgefühl zu verbessern. Nebenbei schulen sie Deine Fähigkeiten in Sachen Noten lesen, was auch nicht zu verachten ist. :-)

 

Schreibst Du Deine Karten außerdem selbst, setzt Du Dich noch intensiver mit den darauf abgebildeten Notenwerten außeinander.

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