Kinder machen Musik - Mozart, Metal oder Alle meine Entchen?


Kinder machen Musik Ratgeber

Wenn Kinder Musik machen wollen – womit gelingt der Einstieg am leichtesten?

 

Vielleicht hast auch Du Dir diese Frage bereits gestellt.

 

Zumindest mir geht es so, schließlich bin ich als Schlagzeug- und Cajonlehrerin stets auf der Suche nach unterrichtstauglichen Hits für junge Ohren.

 

In meinem heutigen Blogbeitrag soll es nicht darum gehen, welche Vorteile Musik hörende oder machende Kinder gegenüber ihren Altersgenossen haben

 

– und ob dies wissenschaftlich überhaupt belegbar ist.

 

Ebenso werde ich auf das Teilen von Hörtipps und CD-Empfehlungen für einen gesteigerten Lernerfolg in der Schule verzichten.

 

Ich möchte vielmehr beantworten, welche Klangbilder sich meiner Meinung nach ideal für den Einstieg ins Thema Kinder musizieren eignen.

 

 

Bitte beachte, dass mit * markierte Links in diesem Artikel Werbung darstellen.

Klassische Kinderlieder auf dem Prüfstand

Hätte mir vor Jahren jemand gesagt, dass ich an einem Klavier sitzen und begeistert Alle meine Entchen spielen würde:

 

Ich hätte dieser Person das ans Hirn deutende Federvieh gezeigt und gelacht.

 

 

Mittlerweile weiß ich es besser und spiele klassische Kinderlieder während meines Instrumentalunterrichts für Kinder ab fünf Jahren rauf und runter.

 

Der Grund hierfür ist simpel:

 

Frage ich die noch sehr jungen Klangkünstler, ob sie dieses oder jenes bekannte Lied aus dem Radio kennen, herrscht in der Regel nicht zu überhörbares Schweigen.

 

Stimme ich im Gegensatz dazu die ersten Töne von Fuchs, Du hast die Gans gestohlen oder Alle Vöglein sind schon da an, lässt ein positives Feedback nicht lange auf sich warten.

 

Da diese Lieder bestens bekannt sind, fällt es den Kindern leichter, sie mit dem Schlagzeug, der Cajon oder anderen Percussioninstrumenten zu begleiten.

 

Nicht selten wird außerdem zeitgleich mitgesungen, was die Begeisterung für dieses Klanggut unterstreicht.

Noch mehr Klassik für die Kleinen

Jetzt wird es erstaunlich: Auch klassische Werke lassen sich kindgerecht mit Schlagzeug, Cajon & Co. interpretieren – seien es nun Stücke von Beethoven, Mozart oder Vivaldi.

 

In der Gruppe bieten sich hierfür vereinfachte Arrangements besonders gut an.

 

Da bei diesen in der Regel keine Stimme für perkussive Musikinstrumente vorhanden ist, dürfen sich die kleinen Taktgeber passende Klangbilder selbst ausdenken.

 

Dies fördert einerseits die Kreativität, andererseits ist es eine exzellente Vorbereitung auf das spätere Wirken in einer „richtigen“ Band.

Musik machen mit Kindern Ideen

Musik mit Kindern ist stets modern

Kinderlieder: Check.

Klassik: Check.

Pop/Rock/Jazz: ?

 

Zugegeben, Jazz habe ich bis jetzt noch nicht mit Kindern gespielt. Dies wird sich in absehbarer Zeit höchstwahrscheinlich auch nicht ändern.

 

Was jedoch gut funktioniert ist das Spielen zu Liedern aus den Genres Pop und Rock. Dies ist insbesondere dann der Fall, nennen die jungen Klangkünstler eine Lieblingsband oder einen Lieblingssänger bzw. eine -sängerin.

 

Auch gibt es bestimmte Songs, die altersunabhängig bekannt sind. Ein Beispiel, das an dieser Stelle nun doch nicht fehlen darf, ist We Will Rock You von Queen.

Zur CD oder in der Gruppe musizieren - was ist besser?


In der Gruppe zu musizieren ist zweifelsfrei ein tolles Erlebnis für Kinder.

 

Gleiches gilt für das Spielen zur Lieblingsmusik in Tonträgerform. Bei Letzterem ist die Interaktion mit anderen zwar nicht gegeben, mit einem Vorteil versteht es dennoch gleich zu Beginn zu punkten:

 

In Begleitung von MP3 und Konsorten zu trommeln, zu schreddern oder in die Tasten zu hauen ist theoretisch jederzeit möglich.

 

Selbstverständlich lassen sich beide Formen auch optimal verbinden:

 

Während meiner Gruppenunterrichtseinheiten spielen wir häufig zur Musik aus dem Lautsprecher. Die hierzu passenden Instrumentalstimmen haben wir im Vorfeld gelernt.

Wunsch erfüllt: In Klangwelten eintauchen

Musik mit Kindern

Ob moderne Hits, klassische Meisterwerke oder eingängige Kinderlieder – meiner Meinung nach spielt der Stil lediglich eine untergeordnete Rolle, wenn junge Tonkünstler mit dem Musizieren beginnen möchten.

 

Vorteilhaft ist bei den ersten Schritten im Klangkosmos auf jeden Fall, wenn der zu erlernende Song bekannt ist und gefällt. Ersteres darf spätestens nach der Unterrichtsstunde abgehakt werden, Letzteres bleibt eine individuelle Angelegenheit.

 

Übrigens rate ich dazu, die Stimmen für Schlagzeug oder Cajon an das aktuelle Spielniveau der Kids anzupassen. So lässt sich frustrierende Überforderung durch eine spannende Herausforderung ersetzen.

 

Als musikalische Begleitung hierfür bieten sich sogenannte Drumless Tracks an.

 

Sie enthalten keine Schlagzeugspur, was das Üben erleichtern kann. Suche gerne einmal in YouTube danach, um Dir einen Eindruck von diesen zu verschaffen.

 

Folgst Du meinen Amazonlinks (*) zur Kategorie Schlagzeug Playalongs, findest Du außerdem eine Auswahl an thematisch passenden Lehrbüchern.

 

Als langjährige Favoriten empfehle ich hier Tommy Igoes Groove Essentials* Serie sowie die Edition Hal Leonard* Bücher.

 

Bisher machen auch Jörg Fabigs Drum Alongs einen guten Eindruck in meinem Praxistest, wobei ich diesen noch nicht abgeschlossen habe.

 

 

Zu welcher Musik spielen Deine Kinder oder Schüler am liebsten?

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