Musik im Sinn: Wie Du garantiert täglich Zeit zum Üben findest


Ratgeber Üben Musik

 

Jeder Tag umfasst 24 Stunden oder 1.440 Minuten.

 

Innerhalb dieser Zeitspanne sollte sich doch mindestens eine Gelegenheit finden, Schlagzeug oder Cajon zu spielen, nicht wahr?

 

Auch wenn wir schlafen, arbeiten und uns um diverse Unumgänglichkeiten des täglichen Lebens kümmern müssen.

 

Man könnte jetzt sagen

 

„Mein Instrument zu üben ist mir nicht wichtig genug, um mir die Zeit dafür zu nehmen.“

 

Das wäre in vielen Fällen nur ehrlich und ist abgesehen davon absolut legitim – schließlich tut jeder gut daran, Prioritäten zu setzen.

 

Auf der anderen Seite ist die regelmäßige und vor allem richtige Beschäftigung mit Schlagzeug, Cajon und Co. essenziell, um spielerische Fortschritte zu erkennen.

 

Sehen wir uns unsere meist vollgepackten Leben an, überrascht es jedoch nicht, dass das Hobby Musik zugunsten anderer Dringlichkeiten hinten angestellt wird – oder schlicht werden muss.

 

Keine Frage: Als Dozentin für Schlaginstrumente kenne ich die zahlreichen Umstände, die den täglichen Musikgenuss erschweren.

 

Aus diesem Grund verrate ich Dir in meinem heutigen Blogbeitrag, wie Du ungeachtet Deiner anderen Verpflichtungen täglich Zeit zum Musizieren finden kannst.

 

Zunächst gebe ich Dir jedoch wertvolleTipps an die Hand, mithilfe derer Du auch kurze Übeeinheiten effektiv gestaltest.

 

 

Bitte beachte, dass dieser Beitrag einen mit * gekennzeichneten Werbelink enthält.

Zelebriere Qualität, nicht Quantität

Vergegenwärtige Dir, dass nicht die Masse an Übezeit ausschlaggebend für Deinen musikalischen Erfolg ist. Viel wichtiger ist, wie Du an einem Stoff arbeitest:

 

Bist Du konzentriert und mit Spaß bei der Sache, ist das eine ideale Ausgangsbasis.

 

So sind zehn Minuten clever gestaltetes Lernen effektiver als eine Stunde an „Einfach-so-drauf-los-Spielerei“.

 

Setze Dir in jedem Fall ein genaues Ziel, das Du während einer Übeeinheit erreichen möchtest.

 

Mit diesem vor Augen erlaubst Du Dir, Deine zeitlichen Ressourcen bestmöglich zu nutzen und diese durch ein motivierendes Erfolgserlebnis zu veredeln.

 

Das Schreiben eines Übeplans (Artikel folgt in Kürze) ist ebenfalls hilfreich, Deine Lerneinheiten zu strukturieren. Dank diesem behältst Du den Überblick bezüglich Deiner Fortschritte und erkennst auf einen Blick, woran Du noch arbeiten solltest.

Pflege nicht nur, übe auch!

In puncto Qualität vs. Quantität unterscheide ich zwischen der Pflege des Repertoires und dem eigentlichen Üben eines Instruments:

 

Ersteres bezieht sich auf Inhalte, die Du bereits auf einem gewissen Niveau beherrscht. Diese wollen dennoch gepflegt werden, um sie stets abrufbereit zu halten oder um vielleicht noch besser zu klingen.

 

Im Gegensatz dazu beschreibt Üben das Verinnerlichen von neuem Stoff.

 

Ob Du wirklich übst oder Dein Repertoire pflegst, kannst Du an folgenden drei Faktoren erkennen:

 

  1. Beim Üben klingst Du zunächst nicht gut.
  2. Konzentriert Inhalte zu erarbeiten wird Dich geistig fordern.
  3. Du musst übermäßig viel nachdenken oder mitzählen.

 

Hast Du das Gefühl, trotz regelmäßiger Beschäftigung mit Deinem Instrument keine Fortschritte zu machen, solltest Du prüfen, ob Du weiterlernst oder hauptsächlich pflegst.

Tipps Schlagzeug spielen

Werde zum Gewohnheitstier in Sachen Musik machen


Hast Du den qualitativen Anspruch verinnerlicht, gilt es, mögliche Zeitfenster zum Üben auszumachen.

 

  • So wäre es möglich, jeden Tag zehn Minuten früher aufzustehen, in denen Du einen bestimmten Groove an Deinem E-Drum übst.
  • In der Zeit, in der Dein Morgenkaffee durch die Maschine läuft, könntest Du Dich ab jetzt an Dein Übungspad* setzen und einige Rudiments durchgehen.
  • Werbepausen in Deiner Lieblingsserie nerven Dich? Wie wäre es, wenn Du Dir für diese Minuten von nun an Deine Cajon zum Spielen schnappst?

 

Dabei sind die Möglichkeiten, kurze Lerneinheiten in Deinen Alltag zu integrieren, fast grenzenlos:

 

  • Gehe aktuelle Unterrichtsinhalte in Deiner Mittagspause oder während der Fahrt in den Öffentlichen im Kopf durch

  • Hole Dir bei Wartezeiten musikalische Inspiration in Form von YouTube Videos

  • Patsche Fill-Ins, Grooves oder rhythmische Figuren auf Deinen Oberschenkeln, während Du TV siehst

  • Höre Musik und analysiere diese

  • Lies Dir online Noten durch und stelle Dir vor, wie diese klingen

Letzteres könntest Du beispielsweise vor dem Checken neuer What´s App Nachrichten als Routine etablieren.

 

 

An dieser Stelle möchte ich Dich außerdem gerne auf die Plattform Pinterest hinweisen, die ich seit September für das Sammeln toller Ideen entdeckt habe.

 

Über diese lassen sich sogenannte Pinnwände (Ordner) erstellen, in denen Du interessante Inhalte für jeden oder nur für Dich sichtbar abspeichern kannst.

 

Besuchst Du mein Profil, findest Du wenig überraschend zahlreiche Schlagzeugnoten, Wissenswertes zum Cajon lernen oder Playalongs aus verschiedenen Musikstilen.

 

Ich bin begeistert von dieser Plattform und nutze sie nicht nur für meine privaten Übeeinheiten, sondern auch für meinen Unterricht.

Was ist Dir wichtig?

Vor einigen Jahren war ich täglich joggen. Egal, ob es stürmte, schneite oder wie aus Kübeln schüttete

 

– keine Frage, ich war trotzdem jeden Abend on the run.

 

Sport war für mich nicht nur Gewohnheit, sondern wesentlicher Teil meines Lebens.

 

Nachdem ich wegen meiner Ausbildung zur Ensembleleiterin für klassisches Schlagwerk jedoch in eine andere Stadt zog, veränderte sich mein Alltag und damit mein abendliches Programm.

 

Nun war joggen abgeschrieben, musizieren wurde interessanter.

 

 

Was ich mit dieser persönlichen Geschichte sagen möchte:

 

 

Ohne Priorität lässt sich Dein Vorsatz, täglich zu üben, trotz cleverer Tipps und Tricks nur bedingt umsetzen. Möchtest Du regelmäßig Musik machen, sollte dies auf Deiner To-do-Liste also weit oben stehen.

 

 

Schließlich hätte auch ich meine sportlichen Ambitionen beibehalten können, wären sie mir wichtig genug gewesen.

 

 

Fällt es Dir schwer, Zeit zum Musizieren zu finden?

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