Die wichtigsten Cajon Grundlagen für Deinen Start


Cajon Grundlagen für Anfänger

 

Cajon Grundlagen sind wie das Fundament eines Hauses: Legst Du sie nicht, wackelt das ganze (Lern-) Vorhaben.

 

Klingt logisch, nicht? :-) Dennoch stellt sich die Frage: Was zählt eigentlich zu den Basics auf der Klangkiste?

 

In diesem Ratgeber speziell für Anfänger*innen findest Du die Antworten darauf. 

 

Bereit? Dann lass uns loslernen! :-)

Vorab: Warum das Lernen der Cajon Grundlagen so wichtig ist

 Der Vergleich mit dem Hausbau zu Beginn dieses Beitrags stammt nicht von ungefähr. Die Sache ist nämlich die:

 

Mutest Du Dir als Anfänger*in zu schnell zu viel zu, ist das Lernen oft nicht nachhaltig.

 

Du spielst mal diese Übung, mal jene, doch so wirklich im Gedächtnis bleibt Dir weder Groove noch Fill. Auf Dauer bringt das Frustration. Verständlich, denn Du für Deinen Übe- und damit Zeiteinsatz möchtest Du ja auch etwas erhalten. (Spaß, keinen Frust.)

 

Eventuell denkst Du bei ausbleibenden Erfolgserlebnissen sogar, dass Du talentfrei oder lernresistent wärst. Ich kann Dir versichern: Nope, keine Sorge! Dir fehlt nur gerade die Basis, auf der Du nachhaltige Lernerfolge aufbauen kannst. Und das sind unsere Cajon Grundlagen.

Cajon 1 x 1 - die Grundlagen im Überblick

Die wichtigsten Cajon Grundlagen sind erfreulich überschaubar. So zählt zu ihnen,

 

  • die unterschiedlichen Töne der Cajon zu kennen,

  • Deine Hände bewusst unabhängig voneinander bewegen zu können,

  • eine für Dich passende Sitzhaltung und Schlagtechnik zu finden

  • und zu überlegen, was Du eigentlich lernen möchtest.

 

Gut zu wissen: Grooves und Fills sind natürlich auch essenzielle Grundlagen für Dein Spiel. Jedoch stellen sie eine Art Basis 1a.) dar. Sie kommen quasi on top auf das obige Quartett.

 

Auch in Sachen Noten für Cajon lesen und schreiben zu können verhält es sich ähnlich. Schließlich kannst Du auch ohne Notenkenntnisse starten. Übrigens mache ich das im Rahmen meines Cajonunterrichts je nach Schüler*in sehr gerne:

 

Zunächst lernen wir einfache Grooves und Fills auditiv, sprich nur mit den Ohren.

 

Das hat den Vorteil, eventuell bestehende Berührungsängste mit der Notation laaangsam abbauen zu können. Andererseits sind die Ohren sowieso das wichtigste Werkzeug eines Musikers oder einer Musikerin. Daher macht es Sinn, diese ab dem ersten Kontakt mit der Cajon ins Spiel zu bringen.

Die unterschiedlichen Töne der Cajon - und wo Du sie spielst

Cajon Grundlagen Schlagbereiche und Schlagarten

 

Auf der Cajon spielst Du unterschiedliche Töne. Sie entlockst Du den sogenannten Schlagbereichen, die über das Instrument verteilt sind.

 

Ich unterscheide die Cajon in drei Bereiche und damit einhergehend drei unterschiedliche Schlagarten:

 

  • den Bassbereich: Hier spielst Du den tief klingenden Bass. Er befindet sich in der Regel mittig auf Deiner Cajon.
  • den Slapbereich: Kurz unterhalb der oberen beiden Ecken Deiner Klangkiste spielst Du den sogenannten Slap. Er ist laut und durchdringend, wobei das knackige Spiel etwas Übung erfordert.
  • den Tipbereich: Ihn findest Du an der oberen mittigen Kante Deines Instruments. Die dort zu spielenden Tips werden idealerweise mehr gefühlt als gehört. Bleib dran, wenn die Schläge zu Beginn noch lauter als gewünscht sind. :-)

 

Wichtig zu wissen ist, dass dieses Trio nicht verbindlich ist. Manche Lehrer*innen integrieren in ihren Cajonunterricht auch den Open oder Tone.

 

Diese Töne ähneln stark dem Slap, wobei sie weniger durchdringend sind. Du hast dadurch also noch eine zusätzliche Dynamik im Spiel. Auch der Clap (direkt in den oberen Ecken der Cajon als weiterer recht zackiger Schlag) wird gelehrt. Das hat alles seine Berechtigung, wobei ich mich auf die drei vorgestellten Schlagarten beschränke.

 

Beachte außerdem, dass jede Cajon an unterschiedlichen Stellen am besten klingt. So gefällt Dir der Bass vielleicht etwas höher gespielt besser als mir - oder umgekehrt. Probiere aus diesem Grund aus, wo Deine Klangkiste Deiner Meinung nach am schönsten tönt.

Cajon Grundlagen umfassen auch Deine Handunabhängigkeit

So wichtig das Thema bewusste Handunabhängigkeit auch ist: nicht selten wird es unterschätzt. Ich glaube das liegt daran, dass es auf den ersten Blick recht simpel wirkt. Ist es aber nicht, oh nein!

 

Denn es macht einen großen Unterschied für Dein Gehirn, ob Du eine Übung immer gleich oder meist unterschiedlich spielst.

 

Stell Dir das so vor: Du möchtest einen bestimmten Groove lernen. Nehmen wir doch den Beat aus We Will Rock You von Queen: Bum bum tschack, bum bum tschack. Bum steht für den tiefen Bass, tschack ist der Slap.

Nun spielst Du diesen Groove einmal mit zwei rechten und einem linken Schlag. Dann mit zwei linken und einem rechten. Anschließend wechselst Du Deine Hände ab - Du spielst links, rechts, links, rechts, links, rechts.

 

Frage: Welche Schlagabfolge soll sich Dein Gehirn merken? Genau: ääääh ...

 

Daher empfehle ich beim Üben darauf zu achten, Dich zunächst auf einen gleichbleibenden Handsatz zu beschränken. So lernst Du schneller, festigst Deine Spielsicherheit und Deine Hände werden automatisch unabhängiger voneinander.

 

Hier fällt mir ein schönes Zitat von Bruce Lee ein. So soll er gesagt haben, er fürchte nicht den, der 10.000 Schläge einmal geübt hat. ABER dafür den, der einen Schlag 10.000 mal übte. Passt, nicht? :-)

Die Sitzhaltung: so individuell wie Du

Eine weitere essenzielle Cajon Grundlage ist die für Dich optimale Sitzhaltung.

 

Erstere ist selbsterklärend: Sitz Du entspannt, spielst Du entspannt.

 

Außerdem ist der gesundheitliche Aspekt Rücken nicht zu verachten. Denn glaub mir: Spätestens wenn Du jede Übeeinheit auf der Cajon mit Rückenschmerzen abschließt, war es das mit der Spielfreude. :-(

 

Achte daher stets auf eine bequeme und ergonomische Sitzhaltung. Du erreichst sie beispielsweise, indem Du Deine Cajon während des Sitzens mit Deinen Beinen anhebst. Auch kann ein sogenannter Cajon Adapter oder Schrägbrett für mehr Ergonomie auf Deiner Klangkiste sorgen.

 

(Tipp: Schlagwerk bietet mit dem Ergo Cajon-Adapter ein solches Produkt an. Auch der liebe Carsten von Klangbruder Instrumentenbau hat dieses Zubehör in einer hölzernen Variante im Angebot.)

Cajon Adapter Holz Schrägbrett
Das ist das Cajon Schrägbrett von Klangbruder Instrumentenbau. Normal gehört es natürlich unter die Kiste. ;-)

Cajon Grundlagen ? So spielst Du! (die Schlagtechnik)

Da die Cajon ursprünglich aus Kuba und Peru stimmt, gibt es verschiedene Schlagtechniken oder Spielweisen. Unabhängig Deines Favoriten sollten deine Hände stets entspannt sein. Genauso wie der Rest Deines Körpers:

 

  • Bei der kubanischen Variante liegen Deine Finger nah beieinander, wobei die Handfläche ausgestreckt flach ist. Nach jedem Schlag federt die Hand zurück.
  • Im Gegensatz dazu krümmst Du bei der peruanischen Spielweise Deine Hand zu einem leichten Hohlkörper. Die Hand kann nach jedem Schlag auf dem Instrument liegen bleiben. Das hat zur Folge, dass die Schläge insgesamt weicher klingen.
  • Selbstverständlich ist es möglich, beide Spielweisen zu verbinden und so Deine ganz persönliche Schlagtechnik zu schaffen. Das empfehle ich, wobei das im Laufe Deiner musikalischen Karriere wahrscheinlich von alleine geschehen wird. :-) Bei mir bildet übrigens die kubanische Spielweise die Basis für mein Getrommel.

 

Zu Beginn ist es jedoch sinnvoll, Dich auf eine der beiden Schlagtechniken zu konzentrieren. Ich sage nur: 10.000 Schläge. :-)

Preisfrage: Was magst Du lernen?

Grundlagen Cajon für Anfänger und Anfängerinnen

 

Für mich zählt zu den wichtigsten Cajon Grundlagen auch das Wissen, was Du eigentlich lernen möchtest. Schließlich hast Du Deine einzigartigen Gründe hierfür.

 

Und so geht es jedem:

 

Während manche Musiker*innen zum Spaß nur für sich spielen möchten, setzen sich die anderen das Wirken in einer Band zum Ziel.

 

Dann gibt es Musiker*innen, die in einer Trommelgruppe grooven wollen. Eventuell magst Du auch aus beruflichen Gründen Cajon lernen. Etwa weil Du Deine Arbeit mit Kindern oder Senioren durch neue Klangwelten bereichern möchtest.

 

Offensichtlich also, dass die Gründe pro Cajon recht unterschiedlich sind. Entsprechend ist es auch der Lerninhalt. Daher empfehle ich Dir zu überlegen, was Deine Ziele sind:

 

Nimmst Du Cajonunterricht, kann Deine Lehrkraft Deine Stunden so ideal auf Deine Wünsche abstimmen. Bist Du hingegen autodidaktisch unterwegs, übernimmst Du diesen Part. In Summe lernst Du dadurch schneller und mit Spaß exakt das, was Du wirklich lernen möchtest.

 

Übrigens: Solltest Du derzeit nicht wissen, wohin Deine Reise auf der Cajon geht, ist das natürlich auch wunderbar. :-) In diesem Fall wirst Du Dir zunächst allgemeines Know-how wie etwa die Cajon Grundlagen aus diesem Blogbeitrag aneignen. Eine Spezialisierung ist anschließend jederzeit möglich. :-)

Extra Cajon Grundlagen: Grooves, Fills & Noten

Eingangs habe ich ja schon erwähnt, dass Grooves, Fills und Cajonnoten ebenso zu den Basics zählen. (Letztere aber nur dann, wenn Du sie nutzen möchtest.)

 

Warum ich nicht näher auf sie in diesem Artikel eingehe, hat zwei Gründe.

 

Erstens sind sie die nächsten Inhalte, die auf den gerade gelernten Grundlagen für die Cajon aufbauen. Aus diesem Grund findest Du auch schon etliche Beiträge zu ihnen auf meinem Blog. Das ist der zweite Grund. :-) Daher möchte ich sie nicht erneut beschreiben, sondern Dich abschließend auf ausgewählte weiterführende Inhalte verweisen:

 

 

Was ebenfalls nicht fehlen darf, ist ein Hinweis zur Artikelserie Ein Lied, ein Beat. In ihr zeige ich Dir jeweils einen Groove, den Du zu einem bestimmten Lied spielen kannst.

 

Sprechen wir über Grooves, Fills und Cajonnoten, kommen wir darüber hinaus nicht an Notenwerten wie Vierteln, Achtelnoten oder Sechzehntel herum. Auch Triolen und entsprechende Pausenwerte wirst Du mit der Zeit lernen.

 

Du siehst schon: Die wichtigsten Grundlagen an der Cajon zu beherrschen ist wichtig. Sie sind die Basis für alles, was danach kommt. :-)

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Trommeln und wie immer: hau rein!

 

Manu ♪

Ich schreibe für Dich


Cajon lernen mit Manu Holmer

 

Heyhey und grüß Dich! :-) Ich bin Manu Holmer und ich schreibe für Dich über Cajon, Schlagzeug & Musikalisches im Allgemeinen.

 

Dabei ist mein Ziel klar: Dir zu helfen, die Musikerin oder der Musiker zu werden, die oder der Du sein möchtest. Yeah! :-)

 

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