Rhythmik mit Kindern: 13 tolle Ideen zum Nachmachen

Rhythmik mit Kindern Ideen

 

Rhythmik mit Kindern verbindet die schönsten Seiten der Musik:

 

Sie regt die kleinen Klangkünstler*innen dazu an, das Klanguniversum spielerisch zu entdecken.

 

Gleichzeitig vermittelt sie fundiertes Wissen, schult die Motorik und stärkt das Selbstbewusstsein.

 

Klare Sache:

 

Rhythmik mit Kindern ist in vielerlei Hinsicht eine wundervolle Angelegenheit. :-)

 

Daher freue ich mich sehr, Dir in diesem Ratgeber meine schönsten Ideen zum Thema Rhythmik mit Kindern vorstellen zu dürfen. Sie umfassen das Lernen mit dem Schlagzeug und der Cajon ebenso wie das Musizieren ohne Instrument.

 

Nachmachen ausdrücklich erwünscht! :-)

Rhythmik mit Kindern = mehr als das Musizieren mit dem Körper

Eine der ersten Ideen, die mir bei der rhythmischen Arbeit mit Kindern in den Sinn kommen, ist Bodypercussion. Schließlich bietet das Musizieren mit dem Körper zahlreiche Vorteile:

 

  • Es ist jederzeit möglich.
  • Es braucht kein zusätzliches Instrument.
  • Einstiegshürden sind quasi nicht vorhanden.

 

Dabei funktioniert Musizieren mit dem Körper unabhängig des Alters. Bereits die Jüngsten können mitmachen, aber auch für erwachsene Musiker*innen ist es eine kurzweilige und lehrreiche Angelegenheit.

 

Zugleich lässt sich Bodypercussion mit einer weiteren tollen Idee verbinden: Bewegung.

 

Doch dazu später mehr. :-) Lass uns jetzt ansehen, welche Bodypercussion Ideen Kinder jeden Alters begeistern.

Der coole Groove (1)

 

Als Schlagzeug- und Cajonlehrerin bilden diese beiden Instrumente eine natürliche Einheit in meiner Unterrichtspraxis. Auch dann, wenn sie wie beim Musizieren mit dem Körper eigentlich nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

 

Die Sache ist nämlich die:

 

Viele Kinder finden es zumindest meiner Erfahrung nach echt cool, einen Groove vom Schlagzeug oder der Cajon mithilfe von Bodypercussion spielen zu können.

 

Noch cooler wird's, wenn dieser anschließend zum Song "getrommelt" wird. :-)

 

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Queen-Beat. Du kennst ihn:

 

Bum-bum-tschack Bum-bum-tschack

 

Überträgst Du diese Rhythmussprache auf die Körperklänge, steht das Bum für das Stampfen und das Tschack für das Klatschen. Auch Patschen auf den Oberschenkeln ist alternativ dazu möglich.

 

  • Auf dem Schlagzeug ist das Bum übrigens die Bassdrum.
  • Das Tschack simuliert die Snare.
  • Bei der Cajon steht das Bum für den tiefen Bass, während das Tschack als Slap gespielt wird.

 

Selbstverständlich kannst Du jeden anderen Groove vom Schlagzeug oder der Cajon auf Bodypercussion ummünzen. Das Prinzip bleibt dabei unverändert.

 

Wenn die Kinder schon etwas älter sind, lassen sich natürlich auch komplexere Grooves mit ihnen erarbeiten. Hierzu bietet es sich an, weitere Instrumente zum Bum und Tschack hinzuzufügen:

 

Die Hi-Hat (Schlagzeug) oder der Tip (Cajon) könnten geschnippt werden. Ist das motorisch (noch) nicht möglich?

 

In diesem Fall darf ein anderer hoher Körperklang gesucht werden. Eventuell ist die Integration der Stimme an dieser Stelle eine spannende Idee. :-)

Geschichten vertonen (2)

Gemeinsam mit einem meiner Schüler habe ich vor einiger Zeit eine Geschichte vertont. Sie haben wir uns selbst ausgedacht. Es ging dabei um Hund Lucky und Kater Felix, die Musik machen wollten.

 

Das klingt doch gut, oder? Tat es auch! :-) Außerdem war es ein Riesenspaß.

 

Eigene Geschichten zu vertonen ist definitiv eine tolle Idee, Rhythmik mit Kindern spielerisch zu vermitteln. Dabei kannst Du entweder selbst kreativ sein oder auf bestehende Klanggeschichten zurückgreifen. Schöne Inspiration findest Du bei

 

 

Tipp: Klanggeschichten nutze ich in meinem Unterricht zwar hauptsächlich für jüngere Schüler*innen, doch auch bei Älteren kommen sie bei entsprechender Aufbereitung gut an.

 

Ich meine: Spielerisches Lernen macht Spaß und Letzterer ist eine ideale Basis für den nachhaltigen Lernerfolg.

Rhythmik mit Kindern und Alltagsgegenständen (3)

Schau Dich doch einmal um. Genau, jetzt! Welche Gegenstände siehst Du? Bei mir sind es

 

  • zwei Kugelschreiber,
  • ein Klebestift,
  • mein Lieblingsnotizbuch und
  • das Etui für meine Schwimmbrille (kein Scherz :-D)

 

Diese spontan erblickten Objekte brauchen wir für unsere nächste Rhythmik mit Kindern Ideen: das Musizieren mit Alltagsgegenständen.

 

Zunächst überlegst Du, was gemeinsam von wem einstudiert werden soll. Ein bestimmter Rhythmus? Eine Liedbegleitung? Oder ein Stück nur mit verschiedenen Alltagsklängen?

 

Ist das klar, kannst Du die Instrumente zuweisen. Idealerweise sind ihre Klänge gut differenzierbar.

 

  • Meine zwei Kugelschreiber klingen beispielsweise recht hoch, wenn ich gegeneinander schlage.
  • Das Notizbuch könnte ich auf meinen Holzboden fallen lassen oder einfach zuklappen. Hierbei entstehen tiefe Töne.
  • Beim Klebestift ist schon etwas mehr Fantasie gefragt. Wenn ich die Kappe schnell entferne, klingt das tief. Jedoch ist es recht leise. Gleichzeitig tönt er tief, wenn ich ihn in meine gewölbte Hand schlage.

 

Anschließend geht es darum, die Rhythmen oder das Stück einzustudieren. Da sie genauso wie reguläre Musikinstrumente notiert werden, funktioniert das wie gewohnt. :-)

Schöne Überraschung: die DIY-Rhythmus Box (4)

Rhythmik Kinder Bastelideen

 

Die DIY-Rhythmus Box ist immer ein Highlight im Musikunterricht. Sie kannst Du online und offline nutzen:

 

Schnapp Dir eine leere Box oder Kiste und befülle sie mit Rhythmuskärtchen. Diese kannst Du einfach selbst gestalten.

 

Alternativ lässt sich die DIY-Rhythmus Box auch mit Übungen für Schlagzeug, Cajon oder Gesang füllen.

 

Und ja: Auch für Übungen zum Thema Blattlesen bietet sie sich an.

 

Bei der Befüllung sind Deiner Kreativität also keine Grenzen gesetzt. :-)

 

Dabei eignet sich die klangvolle Kiste nicht nur dann, wenn Rhythmik mit Kindern auf dem Plan steht. Sie ist ebenso eine kurzweilige Idee für das Musizieren mit Erwachsenen.

Rhythmik mit Kindern: Alltags- und Naturklänge entdecken (5)

Was ist das wichtigste Werkzeug der meisten Musiker und Musikerinnen?

 

Diese Frage kennst Du garantiert, wenn Du meinen Musikunterricht besuchst - oder eifrig in meinem Blog liest. :-)

 

Und, was ist es? Natürlich: die Ohren*!

 

* Nicht immer können Menschen Musik hören. In diesem Fall erspüren sie die Vibration der Klänge. Daher schreibe ich auch "die Ohren ... für die meisten Musiker und Musikerinnen".

 

Die fünfte Rhythmik mit Kindern Idee hält jeden von uns dazu an, genau hinzuhören:

 

  • Welche Klänge umgeben uns in unserem Alltag?
  • Wie klingt die Natur, der Garten oder der eigene Wohnort?
  • Gibt es alltägliche Handlungen, die bestimmte Rhythmen erzeugen?

 

Wer Antworten auf diese Fragen finden möchte, muss wirklich gut lauschen. Gleichzeitig schult das die Achtsamkeit. Probiere es doch gleich einmal selbst aus:

 

Welche Klänge umgeben Dich gerade?

 

Bei mir ist es zum Beispiel das Klackern der Tasten meines PC-Keyboards. Außerdem höre ich das monotone Brummen meines Rechners. Hin und wieder fahren außerdem Autos auf der Straße vorbei.

 

Ja, Musik nach den gängigen Vorstellungen ist das zwar noch nicht. Würdest Du die einzelnen Klänge jedoch in eine fixe zeitliche Reihenfolge bringen, wäre das durchaus der Fall.

 

Deinen Schüler*innen kannst Du auf ihre Bedürfnisse angepasste Aufgaben stellen.

 

 

Lasse sie beispielsweise einen ganzen Tag lang beobachten, welche Töne sie umgeben. Ihre Lieblingsklänge sollen sie aufschreiben und beispielsweise drei davon im Unterricht vorstellen.

 

 

Besprecht sie gemeinsam und übertragt diese Alltags- und Naturklänge auf andere passende Instrumente. Vogelgezwitscher klingt beispielsweise recht hoch. Das könnte also auf einem Schlagzeugbecken gespielt werden.

 

Ein fahrendes Auto tönt im Gegensatz dazu recht tief. Hier bietet sich das Bespielen einer tiefen Trommel an. Alternativ dazu können fahrende Pkws auch gestampft werden.

 

Mithilfe der Alltags- und Naturklänge schulst Du also nicht nur das Hören und die Achtsamkeit der jungen Musiker*innen. Kreativität ist gefragt, um sie anschließend auf andere Instrumente zu übertragen. Dabei können

 

  • einzelne Rhythmen

ebenso wie

  • ganze Lieder entstehen.

 

Lasst Euch überraschen. :-)

Auf die Eimer, fertig, los! (6)

Bucket Drumming oder Eimertrommeln ist eine weitere tolle Rhythmik mit Kindern Idee. Sie lässt sich kostengünstig in den Musikunterricht integrieren.

 

Gleichzeitig sorgt sie auch beim Musizieren daheim für viel Spielspaß. Darüber hinaus lässt sie sich optimal mit unseren Recycling-Rhythmen verbinden.

 

Dabei lässt bereits der Name erahnen, um was es geht:

 

 

Beim Bucket Drumming werden coole Rhythmen auf handelsüblichen Eimern gespielt. Alternativ kann es sich auch um andere Kisten handeln. Als Trommelstöcke kannst Du Drumsticks verwenden.

 

 

Tipp:

 

Die Kanten der Eimer schaden den Stöcken auch bei einer leichten Spielweise ziemlich. Sprich, für das Spielen am Schlagzeug sind sie nach dem Eimertrommeln in der Regel nicht mehr zu gebrauchen. Daher nutze ich für mein Bucket Drumming stets ausrangierte Drumsticks aus meinem Proberaum.

 

Das ist Dir nicht möglich?

 

Du könntest gebrauchte Trommelstöcke aus dem Internet oder dem Musikgeschäft vor Ort kaufen. B-Ware und Ausstellungsstücke bieten sich hierfür ebenfalls gut an.

 

Auch kannst Du Kontakt zu eine*r Schlagzeuglehrer*in aufnehmen. Viele von uns haben zig Sticks herumliegen, die ideal zum Eimer passen. :-)

 

Apropos zum Eimer passen:

 

Was kannst Du darauf spielen?

 

Nun, prinzipiell lässt sich jeder Schalgzeug oder Cajon Rhythmus auf ihn übertragen. Wichtig ist zunächst, die unterschiedlichen Töne auf dem Eimer festzulegen.

 

  • Drehst Du ihn um (seine offene Seite steht auf dem Boden) und schlägst mit dem Stick in die Mitte, klingt ein tiefer Ton. Das ist die Bassdrum am Schlagzeug oder der Bass auf der Cajon.
  • Spielst Du den Eimer an den Kanten an, hörst Du hohe Töne. Sie könnten für die Hi-Hat oder die Snare am Schlagzeug stehen. Auf der Cajon wären das die Tips oder Slaps.

 

Wichtig ist:

 

Beim Bucket Drumming kannst Du auch die direkte Umgebung in das Spiel miteinbeziehen. Der Boden (im Freien!) könnte also auch Teil des Klangbilds sein.

 

Um weitere Töne zu erhalten, bietet sich außerdem das Zusammenstellen eines ganzen Eimer-Schlagzeugs aus mehreren unterschiedlich klingenden Behältern an.

 

In diesem Video findest Du Inspiration dafür:

Recycling-Rhythmen (7)

Eng verwandt mit dem Eimertrommeln und auch dem Musizieren mit Alltagsgegenständen sind die Recycling-Rhythmen.

 

Bei ihnen geht es darum, aus alten Gebrauchsgegenständen neue Klänge zu zaubern. Der Fokus liegt neben Musik klar auf Nachhaltigkeit.

 

Daher sehen wir uns diese Idee gesondert an. :-)

 

  • So ist es beispielsweise möglich, leere Joghurtbecher mit kleinen Kieselsteinen zu befüllen.
  • Diese werden mit einem Papier- oder Pappdeckel verschlossen. Ihn kannst Du mit handelsüblichem Tesa-Film aufkleben.
  • Um den Deckel zu erhalten, stellst Du den noch leeren Behälter mit der zu schließenden Fläche auf das Papier oder die Pappe.
  • Nun fährst Du die Öffnung mit einem Stift nach. Schneide den Kreis anschließend aus, befülle den Becher und pack den Deckel darauf. :-)

 

Auch leere Klopapier- oder Küchenrollen eignen sich als tolle Grundlage für Recycling-Instrumente.

 

Sie lassen sich ebenfalls mit kleinen Steinen, Sand oder Holzstücken befüllen. Im Gegensatz Plastikbechern sind sie auch mit Wasserfarbe oder Filzsstiften leicht zu bemalen.

 

Sind die Musikinstrumente ready? Auf geht's, jetzt wird gerockt! :-)

 

Diese Rhythmik mit Kindern Idee lässt sich ideal mit Klanggeschichten verbinden. Auch in Musikspielen bewährt sie sich. Apropos!

Musikspiele: So macht Rhythmik mit Kindern noch mehr Spaß (8)

Musikspiele zählen ohne Frage zu den Highlights in meinem Unterricht. Sie eignen sich besonders gut als Warm-up, wobei sie kurz vor dem Stundenende ein schöner Ausklang sind.

 

Im Beitrag meine schönsten Musikspiele vorgestellt findest Du bereits drei tolle Ideen zum Nachmachen. Du kannst sie mit und ohne Instrument umsetzen.

 

Um noch mehr Lernspaß ins Spiel zu bringen, sehen wir uns jetzt drei weitere Ideen an. Denke Dir gerne auch eigene Games aus.

 

Hierbei musst Du das Rad zum Glück nicht neu erfinden. So lassen sich bekannte Spieleklassiker wie

 

  • Memory beziehungsweise Memo
  • Stein, Schere, Papier
  • oder Stille Post

 

einfach mit einer musikalischen Note versehen. Für Dein individuelles Musik-Memory könntest Du Kärtchen mit Noten- und Pausenwerten basteln. Die Kinder sollen sie dann wie vom Original bekannt in Paaren zusammensuchen. Es bietet sich an, das Gefundene zu klatschen oder zu sprechen.

 

Auch Stein, Schere, Papier lässt sich einfach rhythmisch ummünzen.

 

Anstelle des Steins könnte die Viertelnote stehen. Die Schere lässt sich durch Sechzehntelnoten ersetzen. Und das Papier? Der Off-Beat aus Achtelpause und Achtelnote ist eine schöne Idee. :-)

 

Bei der musikalischen Stille Post - in unserem Fall passt Laute Post wohl besser - denkt sich ein Kind im Stuhlkreis einen Takt aus und gibt ihn wie von der ursprünglichen Spielidee gewohnt weiter. Arbeitet hier am besten wieder mit der Rhythmussprache.

Seid die Band (9)

Was gibt es Schöneres, als mit anderen gemeinsam zu musizieren? Wenn Du mich fragst: nicht so viel. :-) Die nächste Rhythmik mit Kindern Idee ist eine Hommage daran:

 

Bei ihr geht es darum, ein Rhythmuslied im Team mit anderen jungen Musizierenden zu erarbeiten. Dieses darf am Anschluss an das Band-Projekt gerne auch vor einem Publikum vorgetragen werden.

 

Das können Mitschüler*innen und Lehrer*innen ebenso wie Erzieher*innen sein. Möchtest Du diese Idee für den Tag der offenen Tür nutzen, erweitert sich der Kreis an Zuhörer*innen automatisch. Spannend! :-)

 

Wichtig ist:

 

Du als Lehrperson bist Ansprechpartner*in, Mediator*in und helfende Hand. Die Hauptverantwortung für das Einstudieren des Stücks liegt jedoch klar bei den Kindern.

 

Aus diesem Grund braucht es für die Umsetzung dieser Idee eine tragfähige intrinsische Motivation. Auch solltest Du mit den Bandmitgliedern vorab erklären, wie sie ein Lied unabhängig der instrumentalen Besetzung gemeinsam erarbeiten können.

 

Gib ihnen zusätzliche hilfreiche Praxistipps an die Hand. Erfahrungsgemäß gut zu wissen ist,

 

  • wie Rhythmussprache funktioniert,

 

Und:

 

Die Sei die Band Idee lässt sich optimal in kleineren Gruppen von zwei bis maximal fünf Personen umsetzen. Vom Alter her empfehle ich sie für Kinder ab 8 Jahren.

 

Ich mache meinen Schüler*innen bei der instrumentalen Besetzung übrigens keine Vorgaben. So können ihr Band-Projekt mit Bodypercussion ebenso wie mit Eimern oder Alltagsgegenständen umsetzen.

 

Auch die Kommunikation untereinander dürfen sie selbst regeln. Im Musikunterricht oder während eines Thementags gelingt sie selbsterklärend vor Ort.

 

Gibst Du Sei die Band hingegen als Hausarbeit auf, kann es sinnvoll sein, die Eltern mit ins Boot zu holen. Da Du Deine Schüler*innen am besten kennst, gibt es von mir diesbezüglich keine verbindliche Empfehlung.

Was sind das für Zeichen? (10)

Rhythmik mit Kindern Notenwerte Ideen

 

Die nächste Rhythmik mit Kindern Idee steht ganz im Zeichen der

 

  • Achtelnoten,
  • Viertelnoten und
  • Sechzehntelnoten.

 

Möchtest Du sie umsetzen, teilst Du jedem der Notenwerte ein bestimmtes Zeichen zu:

 

  • Ein Kreis entspricht der Viertelnote.
  • Zwei Striche sind zwei Achtelnoten - ein Strich ist entsprechend eine einzelne Achtel.
  • Bei vier Strichen mit Balken darüber handelt es sich um vier Sechzehntelnoten.

 

Diese Schreibweise bietet den Vorteil, dass sie leicht zu verstehen ist. In meiner Unterrichtspraxis nutze ich die Symbole beispielsweise gerne auch mit Kindergartenkindern.

 

Das macht nicht nur viel Spaß, sondern ist auch eine schöne Möglichkeit, die Länge der einzelnen Notenwerte zu erfassen.

 

Schließlich klingt der Kreis laaaang. Die beiden Striche klingen schon kürzer. Würdest Du sie biegen und verbinden, entsteht daraus der Kreis. So ein Zufall ... ;-)

 

Auch die verbalkten Linien zeigen den Kindern an: Hier ist einiges los. Die Striche zeigen also in Kombination mit den anderen beiden Symbolen ein flottes Tempo an.

 

Achja: Die Farben für die einzelnen Notenwerte sind optional. Sie kannst Du ändern oder ganz weglassen.

 

Und wie kannst Du mit den Zeichen im Musikunterricht arbeiten? Hierfür gibt es wieder mehrere Möglichkeiten.

 

1. Ihr lernt gemeinsam die Bedeutung jedes Symbols. Anschließend schreibst Du einen Takt mit ihnen auf. Die Kinder sollen ihn nun entschlüsseln.

 

2.Um das Gefühl für die richtige Tonlänge zu vermitteln, kannst Du zunächst auch auf das Erklären der zu den Symbolen passenden Notenwerte verzichten. Du gibst also lediglich einen Puls vor, wobei die Kinder dazu sprechen dürfen.

 

Hierzu schreibst Du beispielsweise vier Kreise an die Tafel. Nun trittst Du den Puls und sprichst vor: Lang Lang Lang Lang. Die Kinder dürfen nun nachsprechen. Ein Kreis entspricht dabei einer Viertelnote.

 

Das funktioniert mit den anderen Symbolen und deren Kombinationen ebenso.

 

3. Anstelle der Tafel kannst Du auch Rhythmuskärtchen mit unseren musikalischen Symbolen basteln. Sie könnt ihr gemeinsam zu individuellen Takten zusammenstellen.

 

Anschließend könnt ihr sie sprechen, klatschen oder auf einem Instrument Eurer Wahl spielen. Vielleicht auf einem Eimer? :-)

Notenwerte auf leisen Sohlen lernen (11)

Notenwerte auf leisen Sohlen lernen ist ein echter Klassiker in meinem Musikunterricht. Sie verbindet

 

  • Bewegung,
  • Musiktheorie
  • und natürlich ganz viel Spaß. :-)

 

Um diese Rhythmik mit Kindern Idee umzusetzen, benötigst Du entweder eine tiefe Trommel oder eine laute Stimme. Und so funktioniert  sie:

 

Du gibst einen bestimmten Takt trommelnd oder sprechend vor. Nehmen wir als Beispiel doch den 4/4 Takt. Die Kinder sollen pro Schlag einen Schritt gehen. Das entspricht der Viertelnote, von der sich in unserer Taktart insgesamt vier befinden. 

 

Forderst Du sie nun auf, zwei gleichmäßige Schritte pro Schlag zu gehen, entstehen Achtelnoten. Bei vier Schritten pro Schlag wären das die Sechzehntelnoten. Die Notenwerte können so individuell ergangen werden.

 

Das Schöne ist: Diese Rhythmikidee spricht gleich mehrere Lerntypen an. So lässt sich ein oft als eher trocken empfundener Inhalt - Notenwerte - erlebbarer vermitteln.

 

Tipp:

 

Um noch mehr Bewegung ins Spiel zu bringen, können die Kinder nach einem Takt die Richtung ihrer Schritte wechseln. Bewegen sie sich zunächst im Uhrzeigersinn, schreiten sie nun gegen den Uhrzeigersinn voran.

 

Möglich ist auch, sie einen Takt vorwärts und einen Takt rückwärts gehen zu lassen.

 

Hier kommt es darauf an, wie lebhaft die Kinder sind. Verletzen soll sich schließlich niemand.

Rhythmik mit Kindern? Dynamisch, bitte! (12)

Dynamiken Rhythmik mit Kindern

 

Was macht Musik noch schöner? Verrückte Rhythmen? Tolle Melodien? Flotte Tempi?

 

Als Schlagzeugerin ist für mich klar: Dynamiken! Und nein, nicht nur laut ist großartig. ;-)

 

Diese Rhythmik mit Kindern Idee eignet sich ideal dazu, das dynamische Musizieren zu vermitteln.

 

Dabei geht es darum, die unterschiedlichen Dynamiken spielerisch in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren.

 

Beispiele hierfür sind Tiere. Manche von ihnen sind eher lautstark, andere ganz leise. Auch deren Geschwindigkeit ist unterschiedlich.

 

  • Stell Dir eine Landschildkröte vor und vergleiche sei mit dem Gepard. Erstere ist eher behäbig auf den Füßen, während Letzerer als flinker Flitzer bekannt ist.
  • Mäuse und Elefanten sind außerdem Paradebeispiele für unterschiedliche Lautstärken. Die zarten Fellnasen sind im Vergleich zum Dickhäuter wenig hörbar. 
  • Möglich ist an dieser Stelle übrigens auch, den Papagei in den Unterricht zu integrieren. Wie das? Er ist als cleverer Vogel bekannt, der uns nachspricht. Die Wiederholung von Rhythmen erhält so eine tierisch gute Note. :-)

In allen vier Ecken soll Rhythmus drin stecken (13)

Musik ist für mich untrennbar mit Bewegung verbunden. Warum, das kann ich Dir nicht genau sagen.

 

Aus diesem Grund bringt die 13. Rhythmik mit Kindern Ideen kleine und große Klangkünstler*innen noch einmal so richtig in Schwung:

 

  • Für In allen vier Ecken soll Rhythmus drin stecken benötigst Du vier Rhythmuskarten mit unterschiedlichen Notenwerten. Es können auch Kombinationen von Pausen und Noten sein.
  • Sie schreibst Du auf einen Zettel, wobei jede Zimmerecke einen davon erhält. Klebe ihn am besten gut sichtbar an die Wände.
  • Nun spielst Du die Werte oder Rhythmen den Kindern auf einem Instrument Deiner Wahl vor. Wenn Du magst, kannst Du sie auch klatschen oder sprechen. Eventuell machen das die Kinder gemeinsam mit Dir nach, bevor sie in die jeweiligen Ecken rennen oder gehen dürfen. Das gibt automatisch mehr Zeit zum Nachdenken. :-)

 

Eventuell möchtest Du diese Idee auch mit unseren Dynamiken verbinden. Spielst Du also beispielsweise leise, sehr langsam oder laut vor, sollen sich die Kinder entsprechend dynamisch in die Ecke bewegen.

 

Stimme diese Übung auf jeden Fall auf die Unterrichtsumgebung ab! Eventuell bietet es sich auch an, diese Übung ins Freie zu verlegen.

Rhythmik mit Kindern oder: Spielerisch musizieren macht Spaß

Das waren sie also, meine 13 tollen Ideen für mehr Rhythmus in Deinem Musikunterricht. Ich hoffe, sie gefallen Dir beziehungsweise Euch.

 

Hast Du weitere Ideen oder Vorschläge zum spielerischen Lernen? Immer her damit! :-)

 

Manu ♪

 

Das könnte Dich auch interessieren


Müssen Kinder Musikinstrument lernen
Rhythmus-Pyramide Kinder

Die Rhythmus-Pyramide: Schlagzeug Übung für Kinder

Taktarten für Kinder erklärt


Kommentar schreiben

Kommentare: 0