Mein Schlagzeugsolo in Worten (5) - Lazy Day


Das Schlagzeugsolo, das ich Dir im heutigen Beitrag vorstelle, trägt den Titel Lazy Day. Lass Dich von diesem jedoch nicht täuschen, denn dieses Stück für Drums ist keinesfalls der Übefaulheit gewidmet. :-)

 

Zunächst ist es triolisch gehalten, was eine erfahrungsgemäß besondere Herausforderung darstellt. Ich bemerke nämlich, dass die ternäre Unterteilung in manchen Augen gerne als der „nette Bruder“ der geraden Spielweise angesehen wird.

 

Und wir wissen ja, was „nett“ bedeuten kann. ;-)

 

Das finde ich sehr schade, denn ich mag Triolen gerne. Ein weiterer guter Grund dafür, Dir dieses Stück näher zu bringen.

 

Fun Fact:

 

Ursprünglich hätte dieses Drumsolo schon vor zwei Jahren veröffentlicht werden sollen. Das weiß ich, weil in meinen Partituren das Erstelldatum eingetragen ist. Damals war ich offensichtlich nicht zufrieden damit und habe mich anderen Werken zugewandt.

 

Über die Osterfeiertage bin ich jedoch wieder darauf aufmerksam geworden, habe es überarbeitet und sorgsam probegespielt.

 

Das Ergebnis sieht so aus, viel Spaß damit:

Schlagzeugsolo Triolen Noten
Download
Schlagzeugsolo Lazy Day triolisch
Noten für Schlagzeugsolo Lazy Day
Lazy Day Drumsolo.pdf
Adobe Acrobat Dokument 42.8 KB

Wissenswertes zum Drumsolo

Lies Dir das Schlagzeugsolo vor dem Spielen gut durch und markiere Dir die für Dich unklaren Stellen. Auf diese solltest Du Dich vermehrt konzentrieren, gerne auch in Form von klatschen, sprechen und zählen. In jedem Fall empfehle ich, Lazy Day zum Metronom zu spielen.

 

Beachte, dass Dich bei diesem Stück neben Achteltriolen ebenso Sextolen erwarten. Dadurch steigt der Schwierigkeitsgrad, wobei ich es dennoch auch als für fortgeschrittene Anfänger spielbar einstufe.

 

Ich habe Dir außerdem meine bevorzugten Handsätze angegeben, die Du für Dich anpassen sollst. Hast Du diesbezüglich keine besseren Ideen, greife unbedingt auf meine Vorschläge zurück.

 

Spielst Du die Fills stets ohne Plan, machst Du es Deinem Muskelgehirn unnötig schwer, sich die Bewegungsabläufe einzuprägen.

 

Die Flams wie etwa in Takt 10, 15 oder 19 sollen übrigens nicht lauter als die anderen Schläge gespielt werden. Bei diesen handelt es sich um Verzierungen.

 

Auch gut zu wissen:

 

Die von mir angegebene Tempospanne von 65 – 80 Schlägen pro Minute ist wie gewohnt nur ein Richtwert. Am besten klingt das Schlagzeugsolo meiner Meinung nach bei 76 bpm, aber das ist Geschmacksache.

 

Möchtest Du es langsamer oder schneller spielen – nur zu. Musikalisch sollte es halt bleiben. :-)

Keine Frage: Timing is everything!

Die ersten beiden Zeilen von Lazy Day beinhalten einen gleichbeliebenden Drumgroove und einfache Fill-Ins.

 

In Takt fünf werden Snare und Crash gemeinsam auf der 1 und der 4 gespielt. Hierfür verwende ich zwei unterschiedliche Becken, um abwechslungsreichere Klangfarben zu erhalten.

 

Besitzt Du nur ein Crash, klingt´s trotzdem gut. :-)

 

Wechselst Du zwischen Achteltriolen und Viertelnoten in den folgenden Takten, achte darauf, die Viertel nicht vorzuziehen oder zu verzögern. Ein langsames Übetempo wird Dich dabei unterstützen, die Handsätze zu verinnerlichen.

 

Ab Takt 11 verändert sich unsere Groovebasis: Die Bassdrum shuffelt nun, Sextolen werden auf der 4 und gespielt.

 

Im Anschluss daran folgt ein verhältnismäßig langer Übergang von sechs Takten (15 – 21), bevor der dritte Teil meines Schlagzeugsolos beginnt. Dieser zeichnet sich durch weitere Sextolen aus, die für eine gesteigerte Spannung sorgen – ideal für den musikalischen Höhepunkt.

 

Und schon ist der Schluss in Sichtweite: Takt 24 ist als Intro zum Outro zu verstehen, das auf einer Bassachtel endet. Dieses Ende – Sextole und Achtel – ist ein Klassiker, den ich je nach Song sehr gerne spiele.

Eine starke Einheit: Ternär und binär

Wie anfangs erwähnt, ich bin eine große Freundin der triolischen Spielweise. Gleichzeitig weiß ich auch, dass moderne Hörgewohnheiten eher binär orientiert sind.

 

Dabei finde ich, dass Triolen das Repertoire jeden Schlagzeugers und jeder Schlagzeugerin bereichern sollten. Das liegt nicht zuletzt am Feel, das sich über die ternäre Spielweise auch ins gerade Drumming überträgt.

 

Möchtest Du mehr zu diesem Zusammenhang erfahren, empfehle ich, den großen Rockbands und deren hörbar von Blues und Jazz inspirierten Drummern wie

 

- Cream (Ginger Baker)

- Led Zeppelin (John Bonham)

 

oder

 

- Emerson, Lake & Palmer (Carl Palmer)

 

zu lauschen.

 

Eine gute Zeit beim inspireren Lassen und Spielen von Lazy Day wünsche ich Dir! :-)

Das könnte Dich auch interessieren




Kommentar schreiben

Kommentare: 0