Erwachsene Anfänger in der Musik – warum wir nie zu alt zum Rocken sind


Erwachsene Anfänger in der Musik Ratgeber

 

Hast Du als Jugendlicher davon geträumt, Schlagzeug oder Klavier zu spielen?

 

Waren Schule, Sportverein und die Pflichten im Haushalt immer wichtiger?

 

Vielleicht fehlten Dir die finanziellen Mittel, Dein Lieblingsinstrument zu kaufen oder Musikunterricht zu nehmen.

 

Es könnte auch sein, dass Du Dich aufgrund eines geringen Selbstbewusstseins nicht getraut hast, Deinem klangvollen Wunsch nachzugehen.

 

Mittlerweile zählst Du ein paar Kerzen mehr auf Deinem Geburtstagskuchen und stehst fest im Leben.

 

Dennoch:

Der Gedanke, selbst Musik zu machen, lässt Dich nicht los.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Womöglich hast Du Dir diese Frage schon häufiger gestellt. Bevor Du Deine Antwort in Form vom aktiven Musizieren finden konntest, kamen Dir jedoch wieder die üblichen Verdächtigen in die Quere:

 

  • Zeitmangel

  • Stressbedingte Müdigkeit

  • Termindruck

  • Motivationslosigkeit nach Feierabend

  • etc.

 

Mögliche Nebenwirkungen des Erwachsenenlebens eben.

 

Da es so lange nicht mit der Verwirklichung Deiner musikalischen Ambitionen klappt, kommen außerdem erste Zweifel in Dir auf:

 

 

Bin ich mittlerweile nicht doch zu alt, um ein Instrument zu lernen?

 

 

Nein, bist Du nicht.

 

Besser noch:

 

Im Vergleich zum jüngeren Semester profitieren erwachsene Anfänger von beachtenswerten Vorteilen, wenn sie aktiv musizieren möchten. Diese sind Thema meines heutigen Blogartikels.

Der spätere Einstieg und seine Vorteile


Die Entscheidung, Musik zu machen, wird bewusst getroffen

Umso älter wir werden, umso weniger Zeit haben wir zur Verfügung. Dies ist nicht nur gefühlt so, sondern in Anbetracht unserer Sterblichkeit auch mathematisch korrekt.

 

Treffen wir also die Entscheidung, einen Teil unserer begrenzten Lebenszeit in ein neues Hobby wie Musik zu investieren, messen wir diesem einen hohen Stellenwert bei.

 

Ist etwas für uns wiederum von Bedeutung, sind wir motivierter bei der Sache, engagierter - auch wenn es einmal weniger rund läuft - und bereit, uns Zeit für die Ausübung der lieb gewonnenen Beschäftigung frei zu schaufeln.

 

Dass wir diese kostbaren Stunden bewusst genießen, liegt auf der Hand.

Persönliche Hörgewohnheiten und Musikvorlieben sind gefestigt

Der zweite Vorteil, den erwachsene Anfänger gegenüber den meisten jungen Tonkünstlern haben, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

 

„Ich möchte dieses Instrument lernen, um XY spielen zu können.“ ist nämlich ein großartiger Motivator, der uns hinter den Trommeln oder an der Klaviatur hält:

 

Ist Dein Ziel, Deiner Leidenschaft für Jazz ab jetzt auch aktiv an einem Instrument nachzugehen, wirst Du Deine Übezeit entsprechend gestalten.

 

Gleichzeitig bereitet Dir das Arbeiten an Deinen Fähigkeiten mehr und mehr Spaß, da Du regelmäßig von Begeisterung befeuerte Fortschritte feststellst.

 

Es fällt Dir leicht, Dich zu motivieren, da Du das Ziel Deiner musikalischen Reise bereits am Horizont erahnen kannst.

 

Bis Du dieses erreichst wächst Du gerne an den Erfahrungen, die Dir auf Deinen Weg gelegt werden.

Lerninhalte werden hinterfragt und Zusammenhänge hergestellt

Zu wissen, warum Du etwas machst, ist im musikalischen Kontext offensichtlich Gold wert.

 

So ist es für Erwachsene in der Regel eine Selbstverständlichkeit, den Zusammenhang zwischen regelmäßigem Üben und Spielfortschritten am Instrument zu verstehen.

 

Einen weiteren Vorteil genießen klangaffine Späteinsteiger außerdem in Sachen Geduld, Konzentration und Frustrationstoleranz. Dieses Trio wurde über die Jahre geschult, weil wir erkannt haben:

 

Meister fallen nicht vom Himmel – Erfolg bedarf aktiver Handlung.

Zitat Erfolg deutsch

Finanzielle Möglichkeiten erlauben die Investition in höherwertiges Equipment

Qualitative Instrumente bringen definitiv mehr Spaß beim Spielen!

 

Hierbei müssen es natürlich keine Investitionen im gehobenen vierstelligen Bereich sein. Vielmehr geht es darum, sich das Leben als Klangkünstler mithilfe eines gewissen Standards zu erleichtern:

 

Sei es, den Rücken durch einen ergonomischen Schlagzeughocker zu entlasten oder die Trommeln mit Fellen namhafter Hersteller zu bestücken, dank denen sie wirklich hörenswert klingen.

Eine gesteigerte Mobilität begünstigt Flexibilität in Sachen Proben, Unterricht und Konzerte

Wurden wir als Kinder oder Jugendliche dazu angehalten, um eine gewisse Uhrzeit schlafen zu gehen, bestimmen wir nun selbst, wie viel Nachtruhe wir benötigen.

 

Dies ist äußerst praktisch, spielen wir wochentags regelmäßig Konzerte oder treffen uns zur Probe ab 20 Uhr.

 

Dass wir am nächsten Morgen womöglich länger zum Aufwachen benötigen, wissen wir. Das Erlebte am Vorabend macht die temporären Augenringe jedoch mehr als wett.

 

Dank Führerschein und Pkw sind wir außerdem längst nicht mehr auf den elterlichen Fahrdienst angewiesen. Wann, wie lange und ob wir proben bzw. konzertieren entscheiden wir.

 

Als Lehrerin darf ich Dir außerdem verraten, dass Musikunterricht nicht zwingend nach Schulschluss beginnen muss. So weiß ich von einem Kollegen, der bereits ab 08:00 Uhr morgens motivierte Klavierschüler im Erwachsenenalter unterrichtet.

Musik ist zeitlos

Das Fortschreiten der Lebensjahre in den mittleren oder gehobenen zweistelligen Bereich ist in puncto Erlernen eines Instruments offensichtlich nicht automatisch ungünstig.

 

Freilich, die Zeit zum Musizieren ist aufgrund anderweitiger Verpflichtungen begrenzt und womöglich bedarf es ein wenig mehr Übung, um Neues zu lernen.

 

Das sollte Dich jedoch nicht davon abhalten, die metaphorischen Trommeln zu spannen und Deinen Wunsch nach mehr Musik im Alltag endlich zu verwirklichen.

 

Zögerst Du nach wie vor, empfehle ich, eine Probestunde bei einem Lehrer oder Lehrerin Deiner Wahl zu buchen. Auch der Besuch eines eintägigen Workshops bietet sich für das Eintauchen in musikalische Welten an.

 

 

Spielst Du Dein Lieblingsinstrument schon oder grübelst Du noch?

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