Musikinstrumente üben - wie Du Deine Zeit an Drums, Cajon und Co. clever verbringst


Musikinstrumente üben Ratgeber

Möchtest Du Musik machen, führt am Üben kein Weg vorbei. Unabhängig davon, ob Du E-Gitarre, Schlagzeug oder Cajon spielst.

 

Die Beschäftigung mit einem Musikinstrument Deiner Wahl kannst Du selbstverständlich so gestalten, wie es Dir beliebt. :-)

 

Praktisch empfiehlt sich jedoch, einige Punkte zu beachten, die Deine Übezeit mit einer gehobenen Portion Effektivität abrunden.

1. Setze Dir realistische Ziele

Auch wenn ich mich wiederhole – es lässt sich nicht oft genug sagen:

 

Nur wenn Du Dein Ziel kennst, kannst Du ankommen.

 

Diese Lektion musste ich über Umwege lernen, teilweise verfolgt sie mich noch heute. Ich weiß also bestens, wovon ich schreibe. ;-)

 

In puncto musikalische Zielsetzung bewährt sich für mich die Einteilung in drei Varianten. Beachte bitte, dass diese lediglich eine Orientierung darstellen.

 

So dauert es manchmal länger, einen bestimmten Groove oder einen Song zum Klingen zu bringen. Andere wiederum fühlen und hören sich bereits nach kurzer Zeit gut an.

Musikinstrument üben Ratgeber

Kurz-, mittel- und langfristig planen

Zunächst wären da

 

  • Kurzfristige Ziele: Diese sind vergleichsweise schnell erreicht. Hierzu gehört für mich, was ich während meiner heutigen Übezeit sowie maximal innerhalb der nächsten drei Wochen erarbeiten möchte.

Beispiele hierfür sind etwa das Lernen eines neuen Drum Covers für meinen YouTube Kanal oder auch die Beschäftigung mit Rhythmusübungen zum Aufwärmen.

 

Es folgen

 

  • Mittelfristige Ziele: Im Gegensatz zur kurzfristigen Verwandtschaft ist das Erreichen dieser Ziele mit einem erhöhten Aufwand verbunden. Für mich sind das Lerninhalte, die ich in spätestens in einem Jahr verinnerlicht haben will.

Als Beispiel hierfür dienen das Erarbeiten einer Setlist für eine Band, wenn wir fortwährend am Programm arbeiten. Möchte ich gezielt Fähigkeiten schulen, fällt dies für mich ebenso in die Kategorie mittelfristige Ziele. Das 16 Week Speed & Control Workout für Doublebass von George Kollias ist an dieser Stelle einen Blick wert. ;-)

 

Den Abschluss bilden

 

  • Langfristige Ziele: Ab jetzt brauchen wir einen verlängerten Atem. Betrachte ich meine Liste an langfristigen Zielen, erblicke ich einige, die ich womöglich erst im hohen Alter erreichen werde.

Musikstile authentisch spielen zu können ist ein Paradebeispiel für eine langfristige Zielsetzung. Gleiches gilt für den Ausbau meines persönlichen Repertoires unter groovenden Gesichtspunkten. 

Richtig üben in drei Schritten

Warum ich diese Dreiteilung vornehme?

 

Sie motiviert mich, jeden Tag etwas Neues zu lernen. Schließlich weiß ich, wohin mein Weg über kurz und lang führen wird. Daher bildet sie einen roten Faden, an dem ich mich bei der Planung meiner Übezeit orientierte.

 

Außerdem erlaubt sie mir zu erkennen, welche Fortschritte ich bereits gemacht habe und wo Verbesserungspotenzial besteht. :-)

Stichwort Übeplan - eine Aufgabe für Dich


Besorge Dir ein Notizheft, in dem Du zunächst Deine Ziele in meiner beschriebenen Dreiteilung festhältst.

 

Anschließend folgt eine Bestandsaufnahme, wo Du Dich musikalisch gesehen gerade befindest.

 

Schreibe sodann bei jeder Übeeinheit auf, woran Du arbeitest und in welcher Geschwindigkeit dies entspannt gelingt. Lasse Platz für Notizen und verzichte darauf, zu viele Themenbereiche abdecken zu wollen.

 

Konzentriere Dich lieber auf einige wenige Gebiete, an denen Du umso konzentrierter arbeitest. Diese sollten so gewählt sein, dass sie Dich Deinen Zielen näherbringen. 

 

Sei stets ehrlich zu Dir – ein klarer Blick auf Tatsachen bringt Dich weiter.

Musikinstrumente üben Tipps

2. Spiele nicht auf Zeit

Möglichst viel Übezeit anzuhäufen beruhigt sicherlich das Gewissen, effektiv ist diese Vorgehensweise jedoch nur bedingt.

 

Spiele ich Stunde um Stunde vor mich hin, beschäftige ich mich zwar mit meinem Instrument. Lernerfolge werden sich dennoch eher zufällig einstellen.

 

Im Gegensatz dazu erlaubt mir zielgerichtetes Üben auf Ergebnisse hinzuarbeiten. So spare ich Zeit, die anderweitig eingesetzt werden kann – ich investiere diese etwa in meinen Blog. ;-)

 

Als Empfehlung für die Suchmaschinen sei an dieser Stelle das Pareto-Prinzip oder die 80/20 Methode genannt.

 

Diese besagt, dass 20 Prozent des Aufwandes 80 Prozent der Ergebnisse liefern.

 

Googeln lohnt in jedem Fall, auch wenn sie nicht in jeder Situation empfehlenswert ist.

3. Nimm Dich beim Üben auf

Hast Du ein Smartphone oder ein anderes Gerät, mit dem Du Bild und Ton aufnehmen kannst? Perfekt, dann habe ich eine weitere Aufgabe für Dich:

 

Egal, was Du gerade übst - nimm Dich auf, wenn Du das nächste Mal spielst. Dieses Feedback wird schonungslos ehrlich sein und Dir verraten, ob Dein Gehör mit dem der Außenwelt übereinstimmt.

 

Außerdem wirst Du erkennen, ob Deine Sitz- sowie Stickhaltung korrekt sind und ob Dein Set-up optimiert werden sollte.

 

Hast Du Dich noch nie beim Musik machen gefilmt, könnte diese Übung ungewohnt sein oder starke Ablehnung hervorrufen.

 

Sei's drum: Trau Dich! Sehr oft ziehen wir den größten Nutzen aus Umständen, gegen die wir uns am meisten wehren. :-) Spätestens, wenn Du mit Deiner Band im Tonstudio aufnimmst, wirst Du sehr dankbar für die dabei gelernten Lektionen sein.

Übetipps Musik Blog

4. Das Wichtigste: Musik machen nicht vergessen

Was bringt eine exzellente Technik, wenn sie nicht musikalisch eingesetzt wird? Richtig, wenig.

 

Gleichzeitig ist ein gewisses spieltechnisches Niveau nötig, um unsere künstlerischen Vorstellungen ausdrücken zu können.

 

Um nicht in den Zwiespalt Technik vs. Musik machen zu geraten, empfehle ich, das Gelernte stets in den Klangkontext zu setzen.

 

Übe also beispielsweise nicht nur stur Rudiments auf Deinem Pad, sondern bastle songdienliche Fills und Grooves aus diesen.

 

Das erinnert mich an eine Frage, die ich meinen Schülerinnen und Schüler gerne stelle:

 

 

Warum übst Du? :-)

Mehr Lesestoff zum Thema Musikinstrumente üben




Kommentar schreiben

Kommentare: 0