Schlagzeugnoten einfach erklärt


Schlagzeugnoten verstehen Ratgeber

 

Steht das Thema Schlagzeugnoten lernen auf meinem Unterrichtsplan, ernte ich von neuen Schülern*innen gerne skeptische Blicke. Ja, theoretisch ist es nicht zwingend erforderlich, diese zu beherrschen.

 

Nein, ich würde dennoch nicht auf deren Verständnis verzichten wollen. Dies hat einen simplen Grund: Ich bin davon überzeugt, dass das Musikerleben mit einem geschulten Auge für Noten erheblich bequemer ist.

 

Schlüssige Lead-Sheets für die nächste Bandprobe erstellen? Kein Problem!

 

Kurzerhand tolle Drumgrooves und Fill-Ins notieren? Gerne doch!

 

Lieblingslieder detailgetreu nachspielen? Yeah!

 

Sich von genialem Notenmaterial und Lehrbüchern auch nach dem Unterricht inspirieren lassen? Nichts lieber als das!

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Erklärung Schlagzeugnoten
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Die beissen nicht, die wollen nur spielen

Oben genannte Vorteile sind nur ein kleiner Auszug an Pluspunkten, die das selbstsichere Lesen von Musik- oder Schlagzeugnoten meiner Meinung nach mit sich bringt.

 

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass die Emotion, die der Musik Leben einhaucht, jedoch keineswegs unter der Verwendung dieses praktischen Hilfsmittels leidet.

 

Zwischen den Zeilen spielen sollte nämlich stets oberste Devise sein, ebenso das Bewahren offener Ohren.

 

Dennoch stoße ich zu Beginn meines Vorhabens, einem Schüler oder einer Schülerin das Notenlesen näher zu bringen, häufig auf Abneigung.

 

Ich denke, dass diese aus einem geläufigen Vorurteil resultiert, namentlich einer vermutenden Kompliziertheit des Themas. Dass die Berührungsangst mit dem Notenlesen jedoch unbegründet ist, möchte ich Dir in diesem Artikel speziell für Anfänger aufzeigen:

 

Meine Schlagzeugnoten Erklärungen basieren auf der tatsächlichen Tonhöhe der Instrumente oder orientieren sich an deren Platz am Drumset. Dadurch ist mein Ansatz erfahrungsgemäß leicht nachvollziehbar und in sich schlüssig.

Schlagzeugnoten verstehen - mit System kein Problem

Schlagzeugnoten Erklärung für Anfänger
Auswahl an Schlagzeugnoten für die ersten Unterrichtsstunden

 

  • Die Bassdrum als das tiefste Instrument meines Schlagzeugs notiere ich im letzten Zwischenraum des Systems. Der Hals ist nach unten gerichtet.

 

  • Die Snaredrum, für mich das Herz des Drumsets, befindet sich hingegen im Zentrum der Noten, also über der mittigen Notenzeile.

 

  • Die Hi-Hat Becken stelle ich mir als Gegenstück zur Bassdrum vor – deren Platzierung ist folglich über der obersten Notenlinie.

 

  • Das Crash, das an einen Stern erinnert, notiere ich über der Hi-Hat. Aufgrund der Lautstärke dieses Beckens ist die Vorstellung, dass der Ton ähnlich wie Sternenlicht in alle Richtungen ausstrahlt, hilfreich.

 

  • Der optische Charakter des Ride Beckens unterscheidet sich stark von der bereits kennengelernten Verwandtschaft. Ich notiere es gerne als Raute auf der obersten Systemlinie, was einen unverkennbaren Wiederekennungswert schafft.

 

  • Das hohe Tom stimme ich in der Regel höher als die Snaredrum, weshalb ich es notationstechnisch gesehen über der kleinen Trommel einfüge. Da viele Notenlinien an dieser Stelle bereits vergeben sind, etwa an das Ride oder die Hi-Hat, wähle ich für dieses Instrument den Zwischenraum unter der obersten Lineatur aus.

 

  • Ähnlich verhält es sich mit dem mittleren Tom, das ich in Relation zum Hohen setze. Dieses ist tiefer als das hohe Tom-Tom gestimmt, also notiere ich es direkt darunter.

 

  • Das zweittiefste Instrument in meinem Set-up ist die Standtom, die ebenso Floortom oder tiefes Tom genannt wird. Da diese höher als die Bassdrum, aber tiefer als die Snare klingt, notiere ich sie im entsprechenden Zwischenraum. Habe ich kein Blatt mit Notenzeilen zur Hand, richtet sich der Notenhals nach unten.

 

  • Der Rim-Click oder Sidestick als Klangvariation der Snaredrum befindet sich in deren Zwischenraum. Der Notenkopf wird durch ein X ersetzt.

 

Abseits der Norm


Noten für Schlagzeug einfach lernen
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Da Schlagzeugnoten lediglich theoretisch genormt sind, ist es möglich, dass aufgeschriebene Grooves, Fills und Breaks von Drummer*in zu Drummer*in unterschiedlich aussehen.

 

Aus diesem Grund stellt meine Legende nur einen Bruchteil der Möglichkeiten dar, die Klangwelt dieses vielseitigen Musikinstruments bildhaft darzustellen.

 

Ich hoffe, meine Erklärung konnte Dir das spannende Thema Schlagzeugnotation ein wenig näher bringen.

 

Wenn Du Dein Wissen in puncto Köpfe und Hälse weiter vertiefen möchtest, empfehle ich Dir außerdem einen Blick auf meine Related Posts.

 

Achja, wenn wir schon beim Thema sind:

 

Bist Du Notenliebhaber oder eher Improvisationstalent?

 

Meine Sicht der Dinge kennst Du ja nun. ;-)

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