Musiktheorie lernen ohne Frust: 3 Lieblingstipps für Erwachsene

Schwarze Musiknoten auf pinkem Hintergrund

 

Hut ab, Du willst also Musiktheorie lernen

Diese Entscheidung fällt auch Erwachsenen oft schwer.

Sie schieben sie dann auf die lange Bank. 

Oder geben auf, bevor sie wirklich angefangen haben.

Verständlich, denn:

Häufiger POV: Musiktheorie ist ... naja ... irgendwie langweilig?!

Musiktheorie wirkt auf den ersten Blick

  • komplex, 
  • farblos, abstrakt
  • und irgendwie schwer zu greifen. 


Manchmal fehlt der Zugang dadurch auch auf den zweiten oder zwölften Blick. 

 

Und wegen dieser Unklarheit sinkt Deine Motivation, es endlich anzupacken.

Wer sich freiwillig auf den Tanz mit den theoretischen Seiten der Musik einlässt, muss es also wirklich wollen - oder müssen. 

Als praktisch veranlagte Profi-Musikerin war bei mir Letzteres der Fall. 

Die große Theoretikerin war ich nämlich noch nie.

 

Das Problem:

Ohne musiktheoretisches Wissen bleiben manche Türen zu

Meine Ausbildung hätte ich ohne theoretisches Musikwissen nicht erfolgreich abschließen können - u. a.

 

Die Lösung:

In den sauren Apfel beißen und Musiktheorie lernen

Aber!

 

Lösungswege finden, um mir das Lernen leichter - und sogar spaßig - zu machen.


Meine 3 Lieblingstipps für Erwachsene dafür teile ich heute mit Dir.

Sie helfen auch Dir dabei, Musiktheorie ohne Frust zu lernen.

1. Tipp: Setze Musiktheorie möglichst sofort praktisch um

Verständnis kommt vor der Erkenntnis. 

Und verstehen kannst Du Musiktheorie am besten, wenn Du sie praktisch anwendest

Der Anspruch ist also nicht, möglichst schnell möglichst viel Wissen anzuhäufen. 

Es geht darum, eine Sache korrekt zu lernen, um sie dann richtig in der Praxis nutzen zu können. 

Musiktheoretisches Wissen soll Dir letztlich dabei helfen, freier zu spielen.

Die Klangkünste und Dich als musikbegeisterten Menschen besser zu verstehen.

 

Das gibt Dir wiederum mehr Sicherheit und Vertrauen in Deine Fähigkeiten. 

 

Praktisch angewandte Musiktheorie ist also ein gut gefüllter Werkzeugkasten, um Dich auszudrücken.

 

Sie ist kein Zertifikat, das Du Dir an die Wand hängst, um irgendjemanden zu beeindrucken.

 

Express, not impress.

 

Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausprobieren.

In 5 Schritten von der grauen Theorie zur gelebten Praxis

Suche Dir zu Beginn ein konkretes Thema aus, das Du meistern möchtest. 

Nehmen wir als Beispiel Achteltriolen

Dieses Thema brichst Du jetzt in kleine, motivierende Lernschritte herunter: 

Schritt 1: Grundlagen verstehen

Informiere Dich über Achteltriolen als Dein Thema, ihre Besonderheiten und Eigenschaften.

 

Online gibt es dazu viele Blogartikel oder Videos.

 

Setze Dir hier aber bitte ein festes Limit.

 

Sprich, Du konsumierst nicht endlos lange Videos oder liest darüber, sondern triffst eine Vereinbarung mit Dir selbst:

 

„Die nächsten drei Tage nehme ich mir jeden Abend 30 Minuten Zeit, um alles Grundlegende über Achteltriolen zu lernen.“

 

Mehr nicht - so verzettelst Du Dich nicht im Informations-Overkill.

Schritt 2: Hören, was Du spielen willst

Höre Musik oder schaue Dir Konzerte an, die Dein Thema abdecken.

 

Achteltriolen kommen zum Beispiel besonders oft im Blues oder Jazz vor.

 

Genieße die Songs, fühle und denke bewusst mit.

 

Dank Schritt 1 hast Du ja ein grundlegendes Verständnis für Dein Thema entwickelt.

 

Dieses Wissen hilft Dir dabei, die Musik beim Hören besser zu verstehen.

 

Kannst Du vielleicht auch schon einen Unterschied fühlen?

Schritt 3: Theorie praktisch anwenden

Suche Dir passende

 

  • Noten,
  • Songs oder
  • Übungen

 

zu Deinem Thema heraus.

 

Dabei hilft Dir auch Deine Lehrkraft, die Du auf jeden Fall in Deinen Musiktheorie-lernen-Plan einweihen solltest. 

Schritt 4: Dranbleiben - regelmäßig üben

Beschäftige Dich regelmäßig mit Deinem Thema.

 

Übe praktisch, aber lies auch immer wieder darüber oder schaue Videos dazu.

 

Denke dabei aber bitte an Dein Limit, ein paar Minuten regelmäßig reichen.

 

Du kannst auch jederzeit einen Schritt zurückgehen oder überspringen, wenn Dir das hilft.

 

Es gibt keinen Grund, durch die weite Welt Musiktheorie zu hetzen.

 

Denke daran:

 

Lieber eine Sache richtig lernen als viele irgendwie.

Schritt 5: Frische Herausforderungen finden

Suche Dir neue Herausforderungen zu Deinem Thema.

 

Wenn Du Dich beim Spielen von Achteltriolen und Songs sicher fühlst, kannst Du jetzt beispielsweise

 

  • leiser oder lauter üben, 
  • schneller oder langsamer (zum Metronom) spielen,
  • und um passende Themen ergänzen bzw. erweitern.

 

Solche ergänzenden Themen wären bei Achteltriolen etwa

 

  • der Shuffle,
  • Sextolen oder 
  • das Swing-Pattern.

 

Und dann starte wieder von vorne.

Extra Tipp für erwachsene Rhythmus-Anfänger:


Rhythmus-Grundlagen PDF Ebook vor pinkem Hintergrund

 

In meinem PDF-E-Book Rhythmusgold habe ich meine wichtigsten Blogartikel zum Thema Rhythmik zusammengefasst. 

Wenn Du die Rhythmus-Grundlagen lernen möchtest, dann schaue Dir jetzt mein PDF-E-Book bei Eduki an.

2. Tipp: Führe Dir immer wieder vor Augen, warum Du Musiktheorie lernst

Es gibt immer einen Grund, warum wir Menschen etwas machen. 

Was ist Dein Grund, um Musiktheorie zu lernen? 

Dieser Grund sollte Dir übrigens ein gutes Gefühl geben. 

Also nicht: 

Ich will Musiktheorie lernen, weil es mir meine Lehrkraft empfohlen hat. 

Sondern: 

Ich will Musiktheorie lernen, um endlich sicher bei Sache XY zu werden und dadurch deutlich entspannter Z zu können.

Wenn Du Dich immer wieder an Dein persönliches Warum erinnerst, machst Du Dir das Dranbleiben leichter. 

Du behältst so nämlich Dein großes Ziel im Hinterkopf, was Dich auch in zähen Zeiten motivieren wird. 

Und glaub mir: 

Weil es in der Musik immer etwas Neues zu lernen gibt, ist Motivation Gold wert. 

Vor allem intrinsische Motivation, also Motivation, die aus Dir oder der Aufgabe selbst (innen) und nicht von anderen (außen, extrinsisch) kommt.

3. Tipp: Mach mehr von dem, was Dir Fortschritt und Freude bringt

Musiktheorie ist ein extrem breites Themenfeld.

Wofür sollst Du Dich da nur entscheiden? 

Vor allem, wenn Du als Anfänger Musiktheorie lernen möchtest?

Zwei Empfehlungen von mir:

Konzentriere Dich besonders auf Themen, die 

 

Hier Beispiele zur Veranschaulichung:

Fokus auf Musiktheorie, die Dir im Alltag wirklich hilft


Als Schlagzeugerin, die besonders gerne gemeinsam mit anderen musiziert, hilft mir Wissen über

 

  • Rhythmik,
  • Harmonik und
  • Songstrukturen

 

im Alltag besonders weiter.

 

brauche ich zumindest aktuell nicht.

 

Oder zumindest nicht, dass ich wüsste ... :-D

Ergo konzentriere ich mich beim Lernen auch nur auf das, was ich derzeit wirklich aktiv nutzen kann.

Den Rest lerne ich bei Bedarf einfach nach, wenn es praktisch relevant wird.

Finde also jetzt heraus, welche Musiktheorie Dir momentan oder in naher Zukunft weiterhelfen wird.

Wenn Du Unterricht nimmst, dann besprich das unbedingt auch mit Deiner Lehrkraft. 

 

So könnt ihr das Thema direkt in Deine Musikstunden aufnehmen.

Musiktheorie lernen für Erwachsene - ohne Frust, dafür mit Freude


"Hey Manu, ich kann nicht immer nur das machen, was mir Spaß bringt. Ich muss auch Dinge tun, auf die ich keine Lust habe.“ 

Hey, da sind wir dann ja schon mindestens zwei Erwachsene. 

Auch in meinem Alltag als Profi-Musikerin ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. 

Und genau deswegen ist auch mein letzter Tipp so wertvoll:

Oft frustriert uns nicht das, WAS wir lernen. 

Sondern WIE wir etwas lernen. 

  • Du lernst am besten, wenn Du Dir etwas anschaust und es gleich im Anschluss nachmachst? 
  • Gemeinsam mit anderen Menschen hast Du die schönsten Lernerfolge? 
  • Lesen, analysieren und dann anpacken ist genau Dein Ding? 


Dann bitte, mach mehr davon. 

Indem Du Deinen Lerntyp herausfindest, erweiterst Du Dein Wissen spürbar leichter.

Musiktheorie muss also nicht pfurztrocken sein. 

Es geht darum, Deinen Weg zu finden. 

Dann wird sich mit der Zeit auch der Rest finden. 

 

Suche Dir also jetzt einen meiner Tipps für Erwachsene aus, den Du noch heute umsetzt. 

Angewandtes Wissen macht den Unterschied - vor allem auch in der Musiktheorie.

Alles Liebe Dir. 

Manu Holmer

PS: Melde Dich, wenn Du gemeinsam mit mir Musiktheorie lernen möchtest

Neben meinem E-Book Rhythmusgold kannst Du alle wichtigen Rhythmus-Grundlagen auch in meinem Musikunterricht in Deggendorf lernen. 

Wenn Du nicht in Niederbayern wohnst, dann schreibe mir gerne eine E-Mail an [email protected]

Musiktheorie kann ich Dir auch im Online-Unterricht beibringen.


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