Dynamiken in der Musik erklärt, oder: Spiel doch mal leiser!


Musik machen Dynamiken

Was sind Dynamiken in der Musik?

In der Musik bezeichnet der Begriff Dynamik häufig eine Veränderung der Spiellautstärke.

 

Dabei ist der Raum zwischen der leisesten und der lautesten Note das, was wir als dynamisch empfinden.

 

Ein bekanntes Beispiel hierfür stellt der hervorgehobene Einzelschlag, der (kurze) Akzent, dar.

 

Dieser erhält von mir ein > als „Größer als Zeichen“ über dem Notenwert.

 

Die ohne Akzent versehenen Schläge werden leiser gespielt – wir erhalten zwei Lautstärkelevel.

Akzent Musik Beispiel

Spielst Du Cajon, kannst Du Dir auch einen lauten Slap im Wechsel mit einem leisen Tip vorstellen.

 

Schlagzeuger und Schlagzeugerinnen vergleichen am besten Rimshots und einfache Snareschläge bzw. Ghostnotes.

 

Sprechen wir über Dynamiken, darf neben der Lautstärke auch das Tempo als wichtiger Bestandteil von Musik nicht fehlen.

 

Die Spielgeschwindigkeit lässt sich exakt mit einer Metronom App bestimmen.

 

Du gibst das Tempo etwa in BPM, den Beats per Minute, an.

 

Das sind die musikalischen Schläge pro Minute.

 

Jedoch sind Tempobezeichnungen wie Allegro oder Andante ebenfalls geläufig.

 

Als Musizierende im Rock, Pop oder Jazz nutzen wir jedoch meist die Tempoangabe BPM.

 

Zugleich können wir die Spielgeschwindigkeit bewusst verändern.

 

Das Ritardando oder Accelerando sind zwei gute Beispiele dafür.

Ritardando und Accelerando erklärt

Dynamiken Musik Übersicht

 

  • Werden wir bewusst langsamer, erhalten wir ein Ritardando. Im Notentext finden wir dieses abgekürzt mit rit. oder ritard., meist am Ende eines Musikstücks.
  • Das Accelerando, kurz acc., beschreibt hingegen das kontrollierte Steigern der Geschwindigkeit.

 

Zu beachten ist, dass diese beiden Vorgaben in der Regel keinem genauen Zeitwert unterliegen.

 

So ist deren Ausführung stets den Musizierenden überlassen.

 

Ist kein Bandleader vorhanden, orientieren sich alle Beteiligten am Spiel der Gruppe zu orientieren.

 

Das ist natürlich auch mit absolut empfehlenswert.

 

Und:

 

Um vom ersten Ton an ein gemeinsames Tempo zu finden, ist das richtige Einzählen von Musik wichtig.

Dynamiken in der Musik: Mal laut, mal leise & mehr

  • Liest Du im Notentext von einem Crescendo, kurz cresc., steigerst Du die Spielintensität über einen vorgegebenen Taktabschnitt - Du wirst also bewusst lauter.
  • Im Gegensatz dazu verringert sich bei einem Decrescendo, abgekürzt durch decresc., die Lautstärke nach und nach.

Schlagzeug und Cajon Basics


Du fragst Dich vielleicht:

 

Benötigen wir am Schlagzeug oder an der Cajon überhaupt andere Lautstärken als laut?

 

Klar.

 

Brachial lautes Getrommel passt einfach nicht zu einer sanften Ballade.

 

Auch monoton vorgetragenen Cajonbeats schenkt das Publikum meist nur kurz Aufmerksamkeit.

 

Bei den Geschwindigkeiten ist es nicht anders:

 

Du sprichst ja auch nicht durchgehend auf einer Tonhöhe im selben Tempo, oder?

 

Warum sollten wir dann in der Musik, der ältesten Kommunikationsform der Welt, auf dynamische Anpassungen verzichten?

 

Genau, das macht wenig Sinn.

 

Aus diesem Grund wird ein Lied auch erst so richtig lebendig, wenn Du es dynamisch vorträgst.

Dynamik Musik machen

Übersicht: Diese Dynamiken solltest Du kennen

In meinem PDF zum Artikel findest Du eine Übersicht der gebräuchlichsten Dynamiken im Rock-Pop-Jazz Bereich. Es gibt noch viele mehr, diese solltest Du je nach Bedarf lernen.

 

Als Schlagzeugerin und Cajonistin benötige ich in puncto Lautstärke übrigens am häufigsten Forte, Mezzoforte und Piano, bei den Tempi ist es das Ritardando am Liedende.

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