Kreative Krise? Wie Du Deine musikalische Talfahrt überwindest


Musik machen Kreativität Tipps

 

Als langjährige Musikerin kenne ich die Ups und Downs in Sachen Kreativität nur zu gut:

 

Manchmal denkst Du, Du kannst alles schaffen und die Welt würde Dir spätestens morgen zu Füßen liegen.

 

Bricht der große Tag schließlich an, funktioniert – genau, gar nichts.

 

Du verlierst Deine Sticks bei jedem dritten Schlag und klingst, als würde ein Schlagzeug die Treppe herunterfallen.

 

Blöd gelaufen: Wo ist die Bettdecke, unter die ich mich die nächsten Wochen verkriechen kann?

 

Ich glaube, dass es nicht nur mir so geht, oder? Musik machen und hören ist einfach ein wesentlicher Teil meines Lebens, den ich rocken möchte.

 

Über die Jahre habe ich jedoch gelernt, dass kreative Downs zum Musiker*innenleben dazugehören; ebenso wie die Ups. Diese Erkenntnis hat mir nachhaltig dabei geholfen, meinen künstlerischen Alltag mit mehr Gelassenheit zu gestalten.

 

Solltest Du Dich in puncto Musizieren gerade nicht gut oder gut genug fühlen, lies gerne weiter. In diesem Blogpost habe ich sieben Tipps zusammengetragen, mit denen Du Deine Motivation und Positivität im Klangalltag zurückgewinnen kannst.

1. Gönne Dir eine Pause

Manchmal sind Deine Tanks erschöpft und müssen neu aufgeladen werden. Mögliche Warnsignale wie Unkonzentriertheit, eine gereizte Stimmung oder schlicht keine Lust zum Spielen solltest Du nicht ignorieren.

 

Gönne Dir besser eine Pause, nach der Du wieder beschwingt ans künstlerische Werk gehst.

 

Du weißt ja: Musik lebt von Stille.

2. Lasse Dich von Erfolgsgeschichten inspirieren

… und Du wirst erkennen, dass es selten Eine ohne Rückschläge gibt.

 

Bevorzugst Du Motivation in Form bewegter Bilder, bieten sich Dokumentationen an. Ich würde mich an dieser Stelle übrigens nicht nur auf die Werdegänge bedeutender Musiker*innen oder Künstler*innen beschränken. Auch auf anderen Gebieten wartet so viel Inspiration darauf, uns zu beflügeln.

3. Entrümple Deine Gedanken

Vor einiger Zeit habe ich damit begonnen, Morgenseiten zu schreiben.

 

Dieses Ritual hilft mir dabei, gedanklichen Ballast abzuladen und erfrischt in den Tag zu starten. Obwohl das Prinzip simpel ist – direkt nach dem Aufwachen drei A4 Seiten mit der Hand schreiben, ohne den Stift abzusetzen – merke ich, wie gut mir diese Morgenroutine auch in künstlerischer Hinsicht tut.

 

Solltest Du Dich für diese Kreativitätsübung interessieren, empfehle ich einen Abstecher zur Suchmaschine Deiner Wahl.

 

Für mehr Tiefgang bietet sich außerdem das Buch Der Weg des Künstlers* von Julia Cameron an. Mit diesem arbeite ich seit zweieinhalb Monaten und bin äußerst zufrieden - daher meine Empfehlung.

 

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Motivation Spruch

4. Bleibe neugierig

Neugierde lässt sich sowohl positiv als auch negativ auslegen. Ich meine an dieser Stelle die förderliche Variante, nicht das „auf den vermeintlich grüneren Rasen einer anderen Person“ Schielen.

 

Um Deine kreativen Tanks wieder aufzuladen und zurück in Deinen Workflow zu gelangen, könntest Du:

 

  • Musik hören

  • Inspirierende Videos und Dokumentationen ansehen

  • Konzerte besuchen

  • Lesen

  • Zeit in der Natur oder mit Freunden verbringen

  • Ein Projekt abschließen

  • Ein neues Hobby pflegen

  • Meditieren

  • Deinen Proberaum oder Dein Musikzimmer aufräumen

 

Diese und weitere Aktivitäten helfen mir dabei, neue künstlerische Energien zu schöpfen. Die Fotografie habe ich so übrigens als Hobby für mich entdeckt, das ich nicht mehr missen möchte.

 

Vielleicht tut Dir auch eine Reise oder ein gemütlicher Tag auf der Couch gut?

 

Egal, was es bei Dir ist: Sei nett zu Dir und Deinem Inneren Künstler. So klappt´s über kurz oder lang auch wieder mit der Musik – was mich zum nächsten Punkt bringt.

5. Gib Dir Zeit

Kennst Du die Weiße Königin aus Alice im Wunderland? Falls ja, werden Dir ihre weisen Worte bezüglich der "Marmelade" nicht fremd sein. So gab die Majestät zu bedenken, dass es

 

„ … in der Regel morgen Marmelade gäbe und auch gestern; bloß heute gibt es sie nie.“

 

Damit ist alles gesagt. :-)

6. Finde Dein Warum (wieder)

Warum hast Du ursprünglich damit begonnen, Musik zu machen?

 

Eine simple Frage, doch in ihr steckt so viel mehr. Bist Du gerade in einem kreativen Loch gefangen, kann es Dir helfen, Dich auf Deine anfängliche Motivation zu besinnen.

 

Ich denke, dass wir alle eine ähnliche Antwort erhalten werden: Weil wir Musik lieben und Spaß am Ausdrücken unserer Kreativität haben.

 

Braucht es wirklich mehr?

Kreativität Musik machen

7. Feiere Deine bisherigen Erfolge

Sich Ziele zu setzen ist wichtig, doch Du solltest dabei nicht vergessen, Dich über vergangene Erfolge zu freuen.

 

Mein Tipp:

 

Notiere Dir die für Dich wichtigsten Schritte, die Du während Deiner bisherigen musikalischen Reise machen konntest.

 

Und: Klopfe Dir für jeden dieser Punkte einmal so richtig auf die Schulter.

 

Das wird Dir dabei helfen, Dich zu motivieren und gleichzeitig Dein Selbstbewusstsein stärken.

 

 

Hast Du noch weitere Tipps, mit denen sich eine kreative Talfahrt überwinden lässt?

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